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LKW kippt in Bad Bramstedt um

Unfall LKW kippt in Bad Bramstedt um

Ein mit rund 20 Tonnen Fleisch beladener LKW ist am Donnerstagmorgen in Bad Bramstedt umgestürzt. Der Fahrer hatte offenbar im Kreuzungsbereich Maienbeeck/Landweg die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren.

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 In Bad Bramstedt kippte ein LKW um. Es wurde niemand verletzt.

Quelle: Christoph Alexander Krüger

Bad Bramstedt. Offenbar wegen zu hohen Tempos kippte am Donnerstag gegen 6 Uhr im Landweg ein Sattelzug um. Er landete auf dem Bürgersteig und Parkplatz vor der Maria-Magdalenen-Kirche, auf dem zu so früher Stunde glücklicherweise keine Fußgänger unterwegs waren.

Der Zug gehört zum Fleischkonzern Tönnies. Der 49-jährige Fahrer hatte im Schlachtbetrieb von Tönnies in Kellinghusen 420 Schweinehälften geladen, die an Haken hängend in dem Auflieger transportiert wurden. Ziel war der Zerlegebetrieb im Bad Bramstedter Achtern Dieck, den Tönnies vor einigen Wochen vom Bad Bramstedter Schlachtereiunternehmen Rüdiger Thomsen gekauft hatte. Der Lkw kam aus dem Maienbeeck. Um bei grüner Ampel noch schnell über die Kirchenkreuzung zu kommen, gab der Fahrer Gas - offenbar zu viel. Vermutlich bekam der Auflieger mit seiner hängenden Ladung in der leichten Linkskurve Schlagseite und kippte direkt vor der Kirche um. Dabei riss er die Zugmaschine mit.

Vorsorglich wurde der Fahrer ins Krankenhaus zur Beobachtung gebracht. Andere Menschen kamen nicht zu schaden.

Die Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag. Zunächst mussten ein für die Versicherung tätiger Havariekommissar und ein Veterinär des Fleischhygieneamtes den Schaden begutachten. „Das Fleisch ist kontaminiert, weil es auf der Wand des Lkw liegt, und ist für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet“, sagte Havariekommissar Hans-Jürgen Heyer aus Itzehoe. Er hatte noch versucht, die Ladung Hundefutterherstellern zu verkaufen. „Alle haben abgelehnt, nun muss das Fleisch entsorgt werden.“ 20 Tonnen Schweinefleisch mit einem Wert von 20000 Euro werden vernichtet. Als der Veterinär gestern Vormittag die Temperatur des Frischfleisches maß, war sie bereits von 7 auf 10 Grad geklettert.

Die 40 bis 50 Kilo schweren Schweinehälften wurden von elf Männern in einen anderen Lastwagen umgepackt. Sie arbeiteten stundenlang bis zur Erschöpfung. Anschließend mussten Zugmaschine und Auflieger zusammenhängend mit einem schweren Bergungskran aufgerichtet und abgeschleppt werden. Der Landweg war dafür mehrere Stunden zwischen Sky-Markt und Kirchenkreuzung voll gesperrt.

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Ein Artikel von
Bernhard M. Domberg

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