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Mutter in Oering getötet: Sohn muss in Psychiatrie

Landgericht Kiel Mutter in Oering getötet: Sohn muss in Psychiatrie

Ein 21-Jähriger aus Oering, der im Januar seine Mutter mit Messerstichen tödlich verletzte, muss in die Psychiatrie. Das ordnete das Landgericht in Kiel am Dienstag an. Die Fachklinik muss eine geschlossene Einrichtung sein. Zuvor hatte ein Gutachter dem Mann eine "schizophrene Psychose zur Tatzeit" bescheinigt.  

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In diesem Haus in Oering (Kreis Segeberg) ereignete sich das Familiendrama im Januar.

Quelle: Alexander Christ

Oering. Nach tödlichen Messerstichen auf seine 40-jährige Mutter muss ein heute 21-jähriger Mann aus Oering (Kreis Segeberg) dauerhaft in die Psychiatrie. Das hat das Landgericht Kiel am Dienstag entschieden. Der Mann sei bei der Tat im Januar im Haus der Familie im Zustand der Schuldunfähigkeit gewesen. Ein Gutachter hatte zuvor festgestellt, dass der Sohn damals unter dem Eindruck einer "schizo-affektiven Psychose" stand, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Er habe "völlig unvermittelt und wie von Sinnen" drei Mal auf seine Mutter eingestochen. Er traf sie demnach in Schulter, Wange und Rücken. Die Frau verblutete noch in der Wohnung. Nach der Messerattacke soll der Mann seine Mutter noch mit Füßen getreten haben. Erst Familienangehörige hätten ihn überwältigen können und festgehalten, bis die Polizei eintraf. 

Der Tatverdächtige war in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Zunächst wurde ihm Totschlag vorgeworfen. Ende Mai hatte die Jugendstrafkammer des Kieler Landgerichts das Sicherungsverfahren gegen den Sohn eröffnet. Nach der Verlesung der Anklageschrift lief es unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der junge Mann aus Oering war in der Region als Hobby-Discjockey bekannt.       

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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Foto: In diesem Haus in Oering ereignete sich im Januar das Familiendrama.

„Völlig von Sinnen“ hatte der zur Tatzeit 20-Jährige in der elterlichen Wohnung plötzlich auf seine Mutter eingestochen. Tatjana K. (40) erlitt Messerstiche in Schulter, Wange und Rücken, verblutete mit eröffneter Lungenhauptschlagader vor den Augen ihres Ehemannes.

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