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Alltag zwischen Stall und Rockabilly

Landleben in Blunk Alltag zwischen Stall und Rockabilly

Sie stehen auf Rockabilly, 50er-Jahre-Design, Tattoos und Hühner, Ziegen, Kaninchen und Gartenarbeit – für Simone und Oliver Roth ist es überhaupt kein Problem, diese Dinge unter einen Hut zu bringen. Ganz im Gegenteil: „Hier auf dem Dorf sind wir endlich angekommen“, sagt Simone Roth (39).

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„Hier auf dem Dorf sind wir endlich angekommen“: Simone und Oliver Roth.

Quelle: Thomas Martin

Bad Segeberg. Seit vier Jahren leben sie in Blunk, wo sie ein altes Bauernhaus gemietet haben. Das große Gemüsebeet wird in diesem Jahr allerdings nicht bewirtschaftet, denn die beiden eröffnen gerade ein eigenes Bar-Restaurant im Western-Stil. Da müssen Unkrautjäten und Einkochen erst einmal Pause machen. „Eigentlich wollte ich nie in die Gastronomie“, sagt Oliver Roth. Der 52-Jährige ist als Sohn von Hotelbesitzern in Bayern aufgewachsen, später führten seine Eltern im Rheinland eine Gastwirtschaft. „Ich weiß, wie viel Arbeit das macht.“

Die Idee für den Sallon war geboren

Aber die Idee für ihren „Saloon“ mit guter Küche war nun mal da und ließ sich nicht mehr beiseite schieben – also setzten „Olli und Mone“, wie alle sie nennen, diesen Gedanken eben in die Tat um. So wie sie es auch mit dem Landleben machen. Erst waren es nur Hund und Katze, dann kam schnell eine Schar Geflügel dazu. Die fünf Ziegen waren ein Geburtstagsgeschenk ihres Vermieters. „Die Tiere tun uns gut“, sagt Simone Roth. „Jeden Abend machen wir unsere Tierrunde und sitzen einfach eine Weile bei ihnen“. Beim Knuddeln der Ziegen werde der Kopf wieder klar.

Das Landleben verklären wollen die beiden nicht, genauso wenig wie sie die 50er-Jahre idealisieren. „Die Zeit war alles andere als toll und wir möchten da auch nicht gelebt haben. Aber wir mögen die Musik, den Kleidungsstil.“ Indem sie ihr Zuhause mit typischen Einrichtungsgegenständen aus diesem Jahrzehnt gestalten und gerne zeitgenössische Klamotten tragen, mischen sie einfach das Damals und das Heute. Dazu kommt noch die Leidenschaft für Tattoos. Als sie sich vor 16 Jahren kennenlernten, hatten beide auch schon eine Tätowierung. „Wenn dann zwei Leute zusammenkommen, die das toll finden, dann werden es schnell mehr“, sagt Simone Roth lachend. „Das ist für uns eine Lebenseinstellung, wir lassen uns da nicht in eine Schublade stecken.“

Musik soll es auch geben

Das ist eindeutig zu sehen, wenn man sich das „Mones“ anschaut, ihr Restaurant in der Bad Segeberger Südstadt, das mit Pferdesätteln, einem Rinderschädel an der Wand und rustikalem Look für Western-Ambiente sorgt. Nicht, wie vielleicht zu erwarten, ein 50er-Jahre-Eiscafé oder ähnliches. Die Tapete, die für die Wände ausgesucht wurde, hat Oliver Roth in alten Westernfilmen und „Bonanza“-Folgen entdeckt – deshalb musste genau diese Tapete und keine andere an die Wände. Live-Musik soll es auch geben, und zwar alle Stilrichtungen, keinesfalls nur Countrymusik. „Feinste Burger, saftige Steaks, gegrillten Fisch und vieles mehr“ stehen auf der Speisekarte. Auf den Tisch kommen möglichst regionale Produkte. Besonders beim Fleisch gibt es für die Roths keine Kompromisse – nur beste Qualität soll auf den Teller kommen. „Es ist uns wichtig, dass es den Tieren gut geht.“ Wer lieber vegetarisch oder vegan essen möchte, findet auch etwas auf der Speisekarte. So ist das eben bei Olli und Mone. Offen für alles, offen für jeden. Ganz ohne Schubladen.

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