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Botschafter der schönen Natur

Landschaftsführer Botschafter der schönen Natur

Sie wollen die schönen Ecken im Kreis Segeberg bekannter machen: 21 Männer und Frauen haben sich zu Natur- und Landschaftsführern ausbilden lassen. Als Botschafter für die hiesige Natur und Kultur schlagen sie die Brücke zu den Tages- und Feriengästen, die sich hier erholen wollen.

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Bettina Kramer hat während ihrer Ausbildung zur Natur- und Landschaftsführerin viel Neues über das Schutzgebiet Ihlsee in Bad Segeberg gelernt.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Mit ihrer künftigen Tätigkeit würden sie einen „ganz wichtigen Beitrag für ein naturverträgliches Tourismusangebot im Binnenland“ leisten, lobte Staatssekretärin Dr. Silke Schneider (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein), als die Natur- und Landschaftsführer nach bestandener Prüfung im Kreishaus in Bad Segeberg ihre Zertifikate bekamen. Den Kreis Segeberg ermutigte sie, die Binnenland-Initiative „Naturerlebnis zwischen den Meeren“ fortzusetzen. Segebergs Landrat Jan Peter Schröder erwartet denn auch „Mehrwert für den Kreis Segeberg“.

 Unterstützt wurde der Lehrgang unter anderem durch die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS) und die Aktivregion Holsteins Herz. Die Teilnehmer hatten einen 90 Unterrichtsstunden umfassenden Lehrgang des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) besucht.

 Eine von ihnen ist Bettina Kramer, die beim Martin-Meiners-Förderverein in Bad Segeberg arbeitet. Die Ausbildung zur Landschaftsführerin erweiterte gleichzeitig ihre Kenntnisse der Natur, was ihr auch beruflich zu Gute kommt. Weil sie sowohl gern Neues lernt als auch gern draußen an der frischen Luft ist, meldete sie sich für den Lehrgang an. Und sie hat die Teilnahme keineswegs bereut.

 „Das hat wirklich viel gebracht, nicht nur in der Theorie und Praxis der Führung“, blickte sie zurück. Sie habe in dem Kurs viele Menschen kennengelernt, die ihr Netzwerk erweitern. „Das ist toll, damit hatte ich nicht gerechnet.“ Die Ausbilder hätten viele Tipps gegeben, wie eine Führung lebhaft gestaltet werden kann, wie man die Teilnehmer anregt und einbezieht und was zur Auflockerung beiträgt.

 Mehr Wissen gesammelt hat auch Dierk Hamann, der Ortsbeauftragte für Naturschutz in Trappenkamp. Er wurde als 300. Natur- und Landschaftsführer ausgezeichnet. Seit 2003 seien in Schleswig-Holstein flächendeckend in 17 Regionen über 300 Naturbotschafter als Teil eines bundesweiten Qualitätszirkels ausgebildet worden, sagte die Staatssekretärin.

 Wer eine Führung buchen und auf das spezifische Wissen der neuen Natur- und Landschaftsführer zurückgreifen möchte, muss sich allerdings selbst schlau machen. Eine zentrale Vermittlung gebe es laut BNUR-Leiterin Anne Benett-Sturies nicht. Schneider riet den „Neuen“, sich „mit Selbstbewusstsein auf dem Markt zu präsentieren“.

 Frühestens im Frühjahr 2017 wird Bettina Kramer ihre erste Gruppe für eine schöne Ecke im Kreisgebiet zu begeistern versuchen. Ob es dann an ihren Lieblingsplatz, das Heidmoor zwischen Seedorf und Gnissau geht, steht noch nicht fest. Die 60-Jährige denkt daran, sich über die Volkshochschulen bekannt zu machen, Verbände direkt anzusprechen und eventuell Flyer und Plakate drucken zu lassen. Eines sei sicher: „Es wird bestimmt spannend“.

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