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Landwirte fordern breiteren Neubau

Brückenärger in Nützen Landwirte fordern breiteren Neubau

Der geplante Neubau einer Autobahnbrücke hält Kampen, Ortsteil Gemeinde Nützen, auf Trab: Das Land möchte die alten Maße beibehalten, Anwohner und Landwirte fordern eine breitere Brücke. Jetzt steht das Projekt still bis sich Ministerium und Gemeinde geeinigt haben.

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In den vergangen Jahrzehnten sind die Landmaschinen immer größer geworden, hier gut zu sehen bei Werner Tesdorff im kleinen roten Porsche-Traktor und Timo Engel im großen Traktor. Der Brückenneubau soll trotzdem fünf Meter breit werden.

Quelle: Lutz Timm

Nützen. Kampen wehrt sich gegen Landespläne und bekommt Unterstützung von Bürgermeister Klaus Brakel: Weil die Kirchenwegbrücke über die Autobahn in den alten Maßen neu gebaut werden soll, hat die Gemeinde ihr Okay verweigert. Die für den A-7-Ausbau zuständige Via Solutions Nord (VSN) will das Bauwerk mit einer Breite von fünf Metern neu errichten, die ansässigen Landwirte fordern eine Erweiterung auf sechs Meter. Jetzt stehen die Arbeiten vorerst still – bis Gemeinde und Ministerium sich geeinigt haben.

Die Autobahn trennt das Gemeindegebiet

Die kleine Brücke führt den Kirchenweg – laut Bürgermeister Klaus Brakel eine sogenannte Gemeindestraße erster Klasse – über die A7. Besonders angewiesen auf die Überquerung sind die Einwohner des Ortsteil Kampen, der einen Steinwurf von der Autobahn entfernt liegt. „Wir wollen, dass in der Gemeinde zukunftsorientiert gebaut wird – also sechs Meter breit“, sagt der Bürgermeister. Die Breite gehe auf 50 Jahre alte Pläne zurück und sei nicht mehr zeitgemäß. 

Landwirte fordern breiteres Bauwerk

Werner Tesdorff und Klaus Fölster haben für die Pläne der Projektgesellschaft VSN kein Verständnis. Sie fordern, den geplanten Neubau einen Meter breiter und damit sechs Meter breit zu bauen. „Wenn man die Brücke nur sanieren will, dann ist das mit der Breite eben so. Aber wenn man schon neu baut, dann doch bitte gleich vernünftig“, sagt Tesdorff. „Alles andere wäre doch Schwachsinn.“

Ausführendes Konsortium plant jetzt mit Sanierung

Doch bei der Via Solutions Nord, die den A-7-Ausbau zwischen Hamburg und Bordesholm managt, stehen Tesdorff und Fölster mit ihrer Forderung bislang vor verschlossener Tür. Derzeit ist das Projekt jedoch ins Stocken geraten, weil die Gemeinde einem Fünf-Meter-Neubau nicht zustimmen will. Deswegen plant das Konsortium zurzeit „ausschließlich Sanierungsmaßnahmen“.

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