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Mut gemacht für den Beruf

Landwirtschaftsschule Mut gemacht für den Beruf

Trotz schwieriger Lage in der Landwirtschaft: Die rund 60 Absolventen der Landwirtschaftsschule und der Höheren Landbauschule am Berufsbildungszentrum (BBZ) Bad Segeberg haben eine Perspektive auf einen Job. „Die meisten von uns steigen in den elterlichen Betrieb ein“, sagten die beiden besten Schüler.

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Rund ein Drittel aller Absolventen der Landwirtsausbildungen am Berufsbildungszentrum Bad Segeberg kommen aus dem Kreis Segeberg.

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. Martin Rungenhagen-Gollob aus Goldenbek und Jan Ostermann aus Nützen .haben als Beste aus dem Kreis Segeberg abgeschlossen. Rund ein Drittel der rund 60 Absolventen sind Segeberger.

 Der 31-jährige Martin Rungenhagen-Gollob hat die Höhere Landbauschule hinter sich und beginnt erst einmal mit seiner Arbeit auf dem Schweinemast- und Milchviehbetrieb seiner Eltern. „Ich möchte aber eher in den Bürobereich.“ Der 21-Jährige Jan Ostermann hat nach der Landwirtschaftsschule jetzt die „HöLa“ noch vor sich. Danach sieht er seine berufliche Karriere ebenfalls auf dem elterlichen Hof.

 Die wenigen Absolventen, die sich nach der Ausbildung oder Weiterbildung auf Milchvieh- oder Schweineproduktion spezialisiert haben und nicht einen elterlichen Betrieb im Rücken haben, können sich ihre Stellen aussuchen. Das ist für die Absolventen schön, aber es zeigt auch, dass der Landwirtschaft der berufliche Nachwuchs fehlt. Der Agrarbereich scheint für viele nicht mehr eine verlässliche Erwerbsquelle zu sein, so schien in den Reden und Stellungnahmen der Feiernden durch.

 So riet BBZ-Schulleiter Heinz Sandbrink den Absolventen während der Abschlussfeier im Alten Speicher auf Gut Wensin dazu, trotz aller Schwierigkeiten eine „Haltung“ als Landwirte einzunehmen und sich nicht „in die Irre“ führen zu lassen. „Sie sind jetzt gut ausgebildet, jung und flexibel, ziehen Sie sich nicht in ihr Schneckenhaus zurück!“

 Auch der stellvertretende Landrat Claus-Peter Dieck sah sich genötigt, den jungen Erwachsenen Mut zu machen. Er nannte die Ausbildung zum Landwirt „ein tragfähiges Fundament für die private und berufliche Zukunft“ in „einem der schönsten Berufe“.

 Jens-Walter Bohnenkamp, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Segeberg, verhehlte nicht die Schwierigkeiten der Branche. „Ich habe kein Patentrezept gegen die immer schwierigeren Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft.“ Doch er versprach, sich mit seinem Verband auch weiterhin für Verbesserungen einzusetzen. „Ich bin mir sicher, dass Sie Ihren Weg gehen werden“, rief Bohnenkamp den jungen Leuten entgegen. „Sie stehen jetzt vor der spannendsten Phase ihres Lebens.“ Und auch auf Familiengründung ging Bohnenkamp ein. Für den einen oder anderen könne das Thema „Bauer sucht Frau“ aktuell werden, sagte er schmunzelnd in Anspielung auf eine Doku-Soap im Fernsehen, in der Landwirte Lebensgefährtinnen suchen. Bohnenkamp riet, sich doch besser selbst auf die Suche nach einem Partner oder eine Partnerin zu machen.

 Einjährige Fachschule für Landwirtschaft (Staatlich geprüfte Wirtschafter des Landbaus), Futterbau/Rindviehhaltung: Marko Blohm (Klein Nordende), Jan-Hendrik Finnern (Oering), Mike Gerdes (Schmalfeld), Marcel Griem (Barsbüttel), Henrik Hochstein (Klein Wesenberg), Lennart Holz (Schmalfeld), Arne Knust (Fitzen), Jonas Lindemann (Krems II), Johannes Meins (Lübeck-Kronsforde), Hendrik Meyer (Kuddewörde), Jöran Mohr (Schönmoor), Hendrik Oldenburg (Riepsdorf), Jan Ostermann (Nützen-Kampen), Kristhof Prüß (Griebel/Kasseedorf), Hendrikje Rath (Zarpen), Timo Schütt (Schmalfeld), Yannick Thies (Stuvenborn), Marcis Tietjens (Hasenmoor).

 Einjährige Fachschule für Landwirtschaft (Staatlich geprüfte Wirtschafter/in des Landbaus), Marktfrucht/Schweinehaltung: Tim Arp-Stapelfeldt (Herrenbranden), Michael Bruhn (Weede), Sönke Bumann (Grömitz), Henrik Ehlers (Ottenbüttel), Malte Hagen (Fehmarn), Karsten Jostmann (Westerau), Hans Ludwig Koch (Wangelau), Jacob Melfsen (Emmelsbüll-Horsbüll), Ingrid Muus (Stockelsdorf/Horsdorf), Lukas Osterkamp (Sieversdorf), Lars Piehl (Kating), Malte Piening (Hemdingen), Tjark Reimers (Fahrenkrug), Tewes Rickert (Fehmarn), Steffen Schlätel (Mielsdorf), Momme Schmidt (Feldhorst), Till Schorr (Feldhorst), Bernhard Schrader (Kasseedorf), Jan-Henning Siemen (Gut Waldshagen), René Spatzier (Bosau), Justus Johannes Untiedt (Krokau).

 Zweijährige Fachschule für Landwirtschaft (Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirte des Landbaus): Bernhard Babbe (Oldenburg i. H.), Jan Böhmker (Rehhorst/Pöhls), Henrik Broosch (Techau), Inken Burmester (Siebenbäumen), Lutz Elbers (Hoisdorf), Steffen Gerdt (Gönnebek), Melanie Gerken (Klein Wesenberg), Hendrik Glöer (Wrist), Mirco Hagelstein (Neustadt), Nils Hansen (Elskop), Clemens Ilse (Fredesdorf), Bosse Klepper (Ellerau), Eileen Sophie Körting (Westerau), Christof Lütje (Rohlstorf-Quaal), Dennis Offen (Mönkhagen), Martin Rungenhagen-Gollub (Pronstorf-Goldenbek), Daniel Sorgenfrei (Nahe), Annika Stange (Bordesholm), Carina Thun (Bad Bramstedt), Christian Warn (Itzstedt), Martin Wessel (Struvenhütten-Bredenbekshorst), Niklas Wulff (Fitzen).

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