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Leerstehende Kate brannte ab

Seedorf-Hornsdorf Leerstehende Kate brannte ab

In der Nacht zu Sonnabend stand in Moorkathen bei Hornsdorf in der Gemeinde Seedorf eine alte reetgedeckte Kate in Flammen. Das leerstehende Haus konnte nicht gerettet werden, den Schaden schätzt die Polizei auf 500000 Euro. Die Ursache ist noch ungeklärt.

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Noch in mehreren Kilometer Entfernung war der Feuerschein der lichterloh brennenden Reetdachkate in Moorkathen (Gemeinde Seedorf) zu sehen.

Seedorf-Hornsdorf. Mit einem Großaufgebot von 160 Leuten bekämpften die Feuerwehren den Brand. Gegen 0.15 Uhr am Sonnabend waren sie alarmiert worden. Weil der Feuerschein weit über den Plöner See zu sehen war, waren auch Brandschützer aus Dersau und Nehmten im benachbartem Kreis Plön in Marsch gesetzt worden. Aus dem Kreis Segeberg im Einsatz waren Löschwagen aus Seedorf-Schlamersdorf, Hornsdorf-Hornsmühlen, Berlin, Glasau, Nehms, Krems II, Rohlstorf, Travenhorst, Wensin, Bornhöved, Damsdorf, Tensfeld und der Drehleiterzug aus Bad Segeberg. In Moorkathen schlugen die Flammen aus den Dächern zweier Häuser. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie ein anschließender Stall waren nicht mehr zu retten. „Die sind bis auf die Grundmauern abgebrannt“, berichtete Seedorfs Gemeindewehrführer Philipp Frank. Seinen Kameraden sei es jedoch gelungen, die benachbarte alte Holzscheune vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

 Dass so viele Helfer mitten in der Nacht aus dem Bett gerissen wurden, liegt auch an den örtlichen Gegebenheiten. Mehrere Leute hatten über den Notruf 112 ein Großfeuer gemeldet, ohne es eingrenzen zu können. Die Moorkaten, die zwischen 1850 und 1880 gebaut wurden, liegen vereinzelt an der Straße Moorkathen in der Seedorfer Feldmark. Dort gibt es keine Hydranten, das Wasser musste aus einem offenen Graben und einem Löschteich gepumpt werden. „Wir haben fast sechs Kilometer Schlauch gelegt“, verdeutlichte Frank die Schwierigkeiten. Als Gemeindewehrführer ist er froh, dass die Zusammenarbeit im amts- und kreisübergreifenden Großeinsatz gut funktioniert hat und niemand zu Schaden kam.

 Erst gegen 5.30 Uhr, als auch die letzten Glutnester im Reet gelöscht waren, konnten die Feuerwehrleute abziehen.

 Die Kate hatte seit längerer Zeit leer gestanden. Nach Franks Angaben wollte der Besitzer sie renovieren. Die Kriminalpolizei in Bad Segeberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Sie schätzt den Sachschaden auf rund 500000 Euro. Blitzschlag als Ursache kann Gemeindewehrführer Frank ausschließen, denn das Gewitter ging erst über Seedorf nieder, als der Brand in der schwül-warmen Nacht schon fast gelöscht war.

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