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Raiba fühlt sich benachteiligt

Leezen Raiba fühlt sich benachteiligt

Die Raiba Leezen kann auf eine gute Entwicklung und eine erfreuliche Bilanz blicken. Das erfuhren die Mitglieder der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank. Sie bekommen 4,5 Prozent Dividende. Die Bank übte dennoch Kritik: Die kleinen Banken litten besonders unter der Regulierung des Gesetzgebers.

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Die Vorstandsmitglieder der Raiba Leezen Holger Petersen (links) und Peter Kling ehrten ihren Prokuristen Heinrich Reher für seine 40-jährige Mitarbeit in der Bank mit der Ehrenmedaille in Gold des Genossenschaftsverbandes.

Quelle: Harald Becker

Leezen. Bankvorstand Holger Petersen sprach am Donnerstag im vollbesetzten Saal des Hotels Teegen von einer erfolgreichen Geschäftsstrategie und dem Ausbau der Marktanteile: „Wir sind eng mit der Region verbunden, haben zu unseren Kunden ein partnerschaftliches Verhältnis. Dies zahlt sich aus.“ Dokumentiert werde die Kundenbindung auch dadurch, dass ein Großteil der Kunden auch Mitglieder der Genossenschaftsbank und somit Anteilseigner ist.

 Die Eigenkapitalquote von rund 19 Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von knapp 218 Millionen Euro sei allerdings ausbaufähig und ist im Vergleich zu anderen genossenschaftlichen Kreditinstituten eher unterdurchschnittlich, sagte Petersen. Vor einigen Jahren hatte die Raiba Leezen Probleme mit risikoreichen Krediten. Diese Krisensituation ist überwunden, die Eigenkapitalsituation verbessert sich.

 „Wir können ein sehr zufrieden stellendes Geschäftsergebnis vorweisen“, sagte Vorstand Peter Kling. Die externe Prüferin Kathrin Fritzsch gab dem Zahlenwerk einen uneingeschränkten Prüfungsvermerk. Die Bilanzsumme steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 9 Prozent.

 Die kleinen Banken litten besonders unter der Regulierung des Gesetzgebers, monierte Vorstand Kling. Die dadurch entstehenden Kosten lägen bei kleinen Banken im Verhältnis zur Bilanzsumme oft viel höher als bei größeren Banken, ebenso im Vergleich zum Ertrag. „Diese Benachteiligung führt aus unserer Sicht zu einer Wettbewerbsverzerrung.“ Daher appellierte Kling an die Politik zu handeln und möglichst schnell Erleichterungen für kleine Banken zu schaffen. Die Kundeneinlagen der Raiba Leezen wuchsen trotz Niedrigzinsphase auf 155 Millionen Euro.

 Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die Dividendenausschüttung wurde mit 4,5 Prozent auf den jeweiligen Genossenschaftsanteil festgesetzt. Gebührenerhöhungen stehen für die Kunden momentan nicht an. „Auf besondere Marktsituationen müssen wir reagieren. Deshalb können wir Gebührenerhöhungen für die Zukunft nicht generell ausschließen“, beantwortete Holger Petersen die Frage einer Delegierten.

 In den Aufsichtsrat wurden die 53-jährige Steuerberaterin Birgit Schmidt aus Tangstedt und der 57-jährige Wahlstedter Elektromeister Klaus Horn wiedergewählt. Prokurist Heinrich Reher (64), der den Betriebsbereich Rechnungswesen und Organisation seit 25 Jahren leitet, erhielt die Ehrenmedaille in Gold des Genossenschaftsverbandes.

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