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Tank-Türme dürfen gebaut werden

Leezen Tank-Türme dürfen gebaut werden

Die Milcheiweiß verarbeitende Firma Lactoprot aus Kaltenkirchen darf ihre Betriebsstelle im Zentrum von Leezen erweitern. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in Lübeck wies die Bedenken gegen den Bau von Tanks von einigen Anliegern zurück.

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Lactoprot verarbeitet in Leezen Milcheiweiß.

Quelle: Archiv

Leezen. Die Bürger können gegen den Bescheid innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.

 Die Bau- und Betriebsgenehmigung des LLUR bezieht sich auf drei Rohmilchtanks, die jeweils 150 Kubikmeter fassen, sowie einen Brüdenwassertank mit einer Kapazität von 100 Kubikmeter. Er enthält mit Wasserdampf gesättigte Luft.

 Die Tanks werden über 14 Meter hoch sein. Das Problem: Der Betrieb liegt in sensibler Umgebung, mitten in Ortszentrum, umgeben von Wohnhäusern. Der Ausbau mit Tanks und Hallen soll den Standort stärken. Die Firma will ausbauen und den Mitarbeiterstab von 80 auf 110 erhöhen, hatte sie 2016 angekündigt.

 Anwohner hatten schriftlich und in einer Anhörung mehrere Argumente gegen die Neubauten vorgebracht. Doch die Grenzen für die Lärmbelastung würden eingehalten, sagt Martin Schmidt, Pressesprecher des LLUR. Die Geruchsbelastung werde sich nicht erhöhen. Auch die örtliche Ordnungsbehörde habe keine Bedenken wegen des Zulieferverkehrs gehabt. Die Kritik der Anwohner, Baugrenzen würden nicht eingehalten, der Wert der Anliegergrundstücke gemindert und die freie Aussicht behindert, ließ das LLUR ebenfalls nicht gelten. „Die gesetzlichen Vorgaben aus dem Baurecht werden eingehalten“, sagt Schmidt. Der Denkmalschutzbehörde habe ebenfalls keine Bedenken geäußert. Die Gefahr von Betriebsunfällen sei begrenzt. Zwar „hat es in der Vergangenheit Unfälle auf dem Betriebsgelände gegeben. Es bestand hier jeweils keine Gefahr für die Nachbarschaft“, sagt Schmidt. Auch habe es keine Umweltschäden gegeben.ger

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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