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Überraschung in Weiß

Leezen Überraschung in Weiß

Was vor mehr als 25 Jahren als Diner en Blanc in Paris begann und heute regelmäßig die Prachtstraße Champs-Elysées füllt, begeistert auch die Dorfbewohner. Überraschend viele – rund 150 – Besucher feierten ihr White Dinner (Dinner in Weiß) auf dem Dorfplatz am Budörphus an langen Tischreihen.

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Stark nachgefragt war das White Dinner am Leezener Budörphus. Diese Gruppe verband die Veranstaltung mit einem besonderen Event: Man traf sich beim White Dinner zu einem Klassentreffen, 62 Jahre nach der Mittleren Reife, die alle an der Volksschule in Nahe abgelegt hatten.

Quelle: Andreas Wicht

Leezen. „Mit einer solch tollen Resonanz hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, freute sich Maren Erichsen-Reher, auf deren Idee das White Dinner in Leezen zurückging. Die Vorsitzende der CDU-Frauen hatte alle Vereine und Verbände Leezens eingeladen.

 „Meistens bleibt jeder Verein für sich, und jetzt werden alle einmal zusammengebracht. Und nebenbei lernen die alteingesessenen Leezener die Neubürger kennen und umgekehrt“, begründete CDU-Frau Karla Stolten ihr Engagement für das White Dinner. Ihr zur Seite standen Vertreter des Bürgervereins, der Freiwilligen Feuerwehr, des Leezener Sportclubs, des Vereins Budörp Leezen und des gemischten Chors.

 Die Teilnehmer brachten Essen, Getränke, Geschirr, Besteck, Tische, Bänke und weiße Tischdecken und weiße Servietten mit. Natürlich trugen alle auch weiße Kleidung. Die Organisatoren hatten sich an den internationalen Vorbildern orientiert. Gefeiert wird auf öffentlichen Plätzen. Ort, Zeit und Modalitäten sind spontan organisiert.

 Nebenbei bot das White Dinner auch Anlass für Straßen- und Familienfeste an den weiß gedeckten Tischen. „Wir wollten mit unserer Familie, unseren Nachbarn und Freunden das schöne Wetter genießen“, erläuterte Leezens CDU-Vorsitzender Stefan Lohmeier seine Teilnahme. Die Nachbarn vom Hoogen Door, einem sehr aktiven Straßenzug, der direkt vom Budörp abzweigt, kamen mit neuen Rezeptideen wie dem „Zupfbrot“. Silke Düsterhöft hatte für ihre Nachbarn ein köstlich saftiges Brot mit Kräutern zum Abzupfen einzelner Bissen vorbereitet. Thea Hatje hatte ihrem ohnehin schon weißen Westhighlandterrier „Finchen“ für den Anlass auch noch ein weißes Brustgeschirr angezogen.

 Sogar ein Klassentreffen wurde am Wochenende auf den Dorfplatz verlegt. „Seit unserer Schulentlassung sind mittlerweile 62 Jahre vergangen“, berichtet Reinhard Rode aus Leezen. Im Zweijahresrhythmus treffen sich die ehemaligen Klassenkameraden zum Beisammensein. In diesem Jahr waren Hilde und Reinhard Rode Gastgeber. „Gestern Abend haben wir uns bei einer Wakenitzfahrt ganz spontan dazu entschlossen, uns an dem White Dinner zu beteiligen“, erläutert Hilde Rode. Vierzehn Klassenkameraden speisten gemeinsam an einer Tafel. Kennengelernt hatten sie sich im Jahr 1950, als sie für den ersten Aufbauzug der Naher Volksschule ausgewählt wurden. „Fünf Jahre nach dem Krieg gab es in der Umgebung von Nahe keine weiterführenden Schulen, und so war kurzerhand die Volksschule zur Realschule geworden“, sagte der gebürtige Kayhuder Manfred Dankert, der heute in Hessen lebt. Gemeinsam haben die Schüler dann 1954 ihre mittlere Reife absolviert und viele später sogar ihr Abitur draufgesattelt.

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