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Leibniz-Schule stellte sich vor

Kaltenkirchen Leibniz-Schule stellte sich vor

Rund 70 Interessenten kamen, als die Leibniz-Privatschule ihre Ansiedlungspläne in Kaltenkirchen und ihr pädagogisches Konzept vorstellte. Im Laufe des Schuljahrs 2017/18 soll der bisherige Standort Hitzhusen nach Kaltenkirchen verlegt werden, der Baubeginn ist für November geplant.

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So soll das neue Schulgebäude der Leibniz-Privatschule aussehen.

Quelle: Bauunternehmen Goldbeck

Kaltenkirchen. Die Expansion der Leibniz-Privatschule geht auch im zehnten Jahr ihres Bestehens weiter. 2006 nahm die Schule im Kreis Pinneberg mit rund 100 Schülern und neun Lehrern den Betrieb auf, mittlerweile werden an zwei Standorten (Elmshorn und Hitzhusen) rund 1000 Kinder unterrichtet. Jetzt hat die Privatschule den nächsten Schritt im Blick. Der neue Standort liegt auf dem Grundstück einer ehemaligen Diskothek auf dem Gelände an der AKN-Haltestelle Kaltenkirchen-Süd. Das neue Schulgebäude soll auf 1,2 Hektar Fläche Platz für rund 460 Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse bieten. Gebaut wird die Schule von dem Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck im Auftrag des Gemeinnützigen Instituts für Berufsbildung (IFB) aus Ulm, das die Schule später an die Leibniz-Privatschule vermietet.

 Im ersten Bauabschnitt wird ein dreistöckiges Gebäude in L-Form mit rund 3500 Quadratmetern Nutzfläche errichtet. Darin sollen etwa 20 Klassenräume, eine Kita, Fachräume und eine Mensa mit eigener Küche untergebracht werden. Die Kosten belaufen sich nach Einschätzung der Investoren auf rund 10 Millionen Euro. In einem zweiten Bauabschnitt soll etwa zwei Jahre später eine Dreifeldsporthalle dazukommen.

 Auf einer Informationsveranstaltung im Kaltenkirchener Rathaus erläuterte der Geschäftsführer und Schulleiter des Standorts Hitzhusen, Egon Boesten, gemeinsam mit fünf Kollegen vor rund 70 Besuchern die Einzelheiten zum Bau und das pädagogische Konzept der Schule.

 Die Unterschiede zu staatlichen Schule erklärte Boesten anhand des Leibniz-Konzepts. „Bei uns sind die Kinder vom Kindergarten bis zum Abitur“, sagte er. Das Lernen beginne spielend, die natürliche Neugier der Kinder werde genutzt. Schon früh komme eine Besonderheit dazu: Zwei Stunden am Tag spricht eine Erzieherin nur Englisch mit den Kleinen. Boesten versicherte: „Die Kinder lernen bei uns ebenso gut das Lesen und Schreiben.“ Bei Vergleichen liege die Schule über dem Landesdurchschnitt.

 Nach den vier Grundschuljahren werde zwischen Gemeinschaftsschule und Gymnasium differenziert. Das Abitur wird nach G8-Modell – also nach zwölf Schuljahren – erreicht. Wer am Ende der Gemeinschaftsschule einen Notendurchschnitt von 3,0 oder besser hat und in die Oberstufe wechselt, bekommt ein Jahr mehr Zeit.

 Unterrichtet wird fast ausschließlich in Doppelstunden, also zwei Mal 45 Minuten. Die Leibniz-Privatschule betont, dass alle Schüler täglich eine Stunde Sportunterricht bekommen. In jedem Schuljahr wird zudem eine Klassenreise unternommen. Dazu gehören zum Beispiel Fahrten in die Sportschule Malente (Klasse 2), nach England (Klasse 4) und zum Wintersport in Inzell (Klasse 5).

 Über den Frühdienst können Eltern ihre Kinder ab 7.30 Uhr betreuen lassen. Nach gemeinsamem Mittagessen gibt es ein Ganztagsangebot bis 17 Uhr. „Rund zwei Drittel nehmen das in Anspruch“, erklärte Boesten.

 Für die Lehrer bedeutet die Arbeit an der Leibniz-Schule, dass sie von 8 bis 17 Uhr in der Schule sind und 30 Tage im Jahr Urlaub haben. Normaler Unterrichtsbetrieb finde zwar in den üblichen Schulferien nicht statt, aber es gibt ein Ferienangebot. Deswegen sind auch mit Ausnahme der Weihnachtsferien stets einige Lehrer in der unterrichtsfreien Zeit in der Schule. Boesten betonte: „Unsere Lehrer kümmern sich um die Schüler.“ Unterrichtsausfall gebe es nicht, die Vertretungsstunden addieren die Kollegen zum Jahresurlaub.

 Zu den Fragen der Gäste des Informationsabends gehörte, ob integrativer Unterricht möglich sei und wie das Leistungsvermögen differenziert werde. Boesten erklärte, dass in Absprache mit dem Schulamt beispielsweise Schulbegleitungen möglich seien. Es werde sichergestellt, dass besonders Begabte sowie jene mit Schwächen individuell unterstützt werden.

 Bei der Frage nach den Kosten für die Eltern verwies der Schulleiter auf die individuelle Leistung, die in Anspruch genommen wird. In der Regel werde ein monatlicher Betrag zwischen 120 und 150 Euro fällig. Die Schule sei staatlich anerkannt und werde deswegen wie andere Bildungseinrichtungen auch unterstützt.

 In den kommenden Wochen soll in Kaltenkirchen der Startschuss für den Neubau fallen. Nach optimistischer Schätzung soll das neue Schulgebäude Ende 2017 fertig sein. Geschäftsführer Egon Boesten hofft darauf, in den Herbst- oder Weihnachtsferien des Schuljahrs 2017/18 umziehen zu können.

 Am 5. November gibt es in den Standorten Elmshorn und Hitzhusen einen Tag der offenen Tür.

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