18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Kein Baumfrevel: Alles rechtens

Lentföhrden Kein Baumfrevel: Alles rechtens

Wer auf der Kreisstraße 90, der Verbindung von Lentföhrden nach Weddelbrook, unterwegs ist, kann sich schon wundern. Kurz hinter Lentföhrden haben die Motorsägen ganze Arbeit geleistet. Viele stattliche Bäume fielen ihnen zum Opfer. Trotz der Aufregung mancher Bürger: Das Fällen war rechtlich in Ordnung.

Voriger Artikel
Kinderärztin darf Praxis eröffnen
Nächster Artikel
Markisengebühr ist vom Tisch

An der Kreisstraße 90 zwischen Lentföhrden und Weddelbrook wurde kräftig abgeholzt.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Lentföhrden. Die Stämme liegen jetzt zuhauf am Straßenrand. Zahlreiche Bürger waren empört über diesen vermeintlichen Baumfrevel und vermuteten einen unerlaubten Eingriff in die Natur. Auch Lentföhrdens Bürgermeister Nobert Dähling wurde überrascht. „Davon wusste ich nichts. Mich hat niemand informiert. Das war keine Sache der Gemeinde“, sagte er.

 In Auftrag gegeben hatten die Arbeiten die Landesforsten. Das Gelände gehört dem Land Schleswig-Holstein, das den Wald wiederum über die Landesforsten verwalten lässt. Laut dem zuständigen Revierleiter Hubert Bock von der Försterei Hasselbusch in Mönkloh ging alles mit rechten Dingen zu.

 Bock bezeichnete das Abholzen als Verkehrssicherungsmaßnahme. Die Bäume hätten viel zu dicht an der Fahrbahn gestanden und seien damit eine Gefahrenquelle gewesen. Bei Sturm seien immer wieder große Äste auf die Straße gefallen und hätten den Autoverkehr beeinträchtigt. Zudem hätten die Kronen einiger Pappeln an mehreren Stellen fast über die gesamte Fahrbahn gereicht. Deshalb habe jetzt ein mehrere Meter breiter Sicherheitsstreifen geschaffen werden müssen. Dafür mussten zahlreiche Eichen, Birken, Pappeln und andere Arten weichen. Das sei kein Einzelfall; „Diese Probleme treten an vielen Stellen auf“, erklärte Bock; auch da müsse dann zur Gefahrenabwehr gehandelt werden.

 Der Revierleiter räumte ein, dass der Anblick der abgesägten Bäume - die Rede ist von rund 1500 laufenden Metern Holz - schon recht „brutal“ wirkt. Die Stämme bleiben nun erst einmal liegen. Dann werden sie geschreddert und als Holzhackschnitzel verkauft.

 Die Stubben werden stehen bleiben. Wie Bock ausführte, werde der Straßenrand sicher noch begrünt. Der Pflanzenbewuchs bekommen ohne die Bäume künftig viel mehr Licht, sodass er sich besser entfalten könne..

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Klaus-Ulrich Tödter

Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3