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Das Ende einer Schule

Kaltenkirchen Das Ende einer Schule

Die Entlassfeier für die Absolventen war so wie immer – und doch ganz anders als sonst, wie Schulleiter Uwe Stegemann in seiner Rede feststellte. Zum letzten Mal wurden Schüler mit einem Zeugnis der Kaltenkirchener Kästner-Schule verabschiedet.

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Auch die 10. Klassen nahmen Abschied von der Schulzeit und der Erich-Kästner-Schule.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Denn schon mit Beginn des neuen Schuljahres fusioniert die Einrichtung mit der Gemeinschaftsschule am Marschweg. In der Feierstunde mischte sich daher unter die Freude über viele gut bestandene Schulabschlüsse auch spürbare Wehmut.

 Es war ein bewegtes Jahr, in dem sich die Neunt- und Zehntklässler auf ihre Abschlüsse vorbereiten mussten. Im Herbst 2014 beantragte die Schule aufgrund stetig sinkender Schülerzahlen die Aufgabe ihrer Eigenständigkeit. „Es hat die Akzeptanz der Eltern gefehlt“, sagte Stegemann. In den Köpfen habe sich festgesetzt, dass die Kästner-Schule einst aus der Zusammenlegung zweier Hauptschulen hervorgegangen sei. Daher sei ihr nicht zugetraut worden, Schüler auch zum mittleren Bildungsabschluss zu führen.

 Dass diese Annahme ein Trugschluss ist, zeigten die guten Abschlussergebnisse der diesjährigen Absolventen. Von den 35 Zehntklässlern bestanden alle die Prüfungen zum mittleren Bildungsabschluss. 20 von ihnen haben aufgrund ihrer Leistungen sogar die Möglichkeit, in eine Oberstufe zu wechseln. Die Zeugnisse der Zehntklässler haben zudem Seltenheitswert: Nie zuvor haben an der Kästner-Schule Jugendliche den mittleren Bildungsabschluss erwerben können. Und es werden auch keine mehr nachrücken.

 Von den 31 Neuntklässlern könnten zehn nach dem jetzt erworbenen ersten allgemeinbildenden Schulabschluss nun auch die mittlere Reife anstreben. Für alle Absolventen gab es vom Publikum riesigen Applaus.

 Die Kästner-Schule ging im Jahre 2009 aus der Geschwister-Scholl-Schule hervor und wurde damals zur Regionalschule erklärt. Erst vor einem Jahr wurde sie dann zur Gemeinschaftsschule aufgewertet. Dies konnte der Einrichtung allerdings nicht mehr helfen, denn zu diesem Zeitpunkt sanken die Schülerzahlen bereits. Dass der Standort schon in einem Jahr geschlossen und die verbleibenden Schüler an den Marschweg umziehen werden, ist so gut wie sicher. „Ich denke aber, dass man in einigen Jahren sagen wird, dass Kaltenkirchen ohne die Kästner-Schule etwas fehlt“, meinte Uwe Stegemann. Denn immerhin habe die Einrichtung viel für die Integration auch lernschwacher Schüler getan. „Wobei die jetzt vorliegenden Abschlusszeugnisse aber auch zeigen, dass wir an unserer Schule nicht nur gefördert haben, sondern auch gefordert. Das erfüllt mich mit einer unheimlichen Freude.“

 Das Rahmenprogramm der Abschlussfeier in der Sporthalle wurde wieder vom Schulchor gestaltet. Traditionell trat außerdem der Lehrerchor auf, der den Absolventen musikalisch gratulierte. In dem Lied wurde jeder einzelne Schülername genannt.

Ihren Abschluss feierten:

Fabian Boy Bahnsen, Jasmin Christiane Bahr, Max Florian Baumann, Timo Benthack, Fabian Beyer, Anna Sophia Brunnbauer, Nidal Cicek, Marissa Decker, Fidan Defli, Julie Christine Eckert, Maike Ehlers, Samantha Eigner, Laura Falkenstern, Denise Fedder, Tobias Fehrs, Maite Grabowski, Björn Eric Grah, Lea-Feline Hagemann, Simon Harms, Anastassija Herdt, Philipp Herrmann, Janosch Hertes, Paula Hirschfelder, Lara-Joana Hochwald, Nadja Holtz, Finn Höpner, Finn Ivan, Celine Janowski, Mara Kähler, Melissa Kang’ethu, Justin Karuth, Navjot Khara, Tom Knüppel, Jill Claire Koszinowski, Julia Kotenko, Jessica Krüger, Djamila Laib, Florian Lembke, Inka Ludwig, Jana Nöbauer, Blerim Osmani, Marcel Paschelke, Jan Lucas Pesel, Leon Rehders, Daniel Andre Rose, Karim Sanogo, Ole Mika Schönian, Tjardo Siemens, Martin Slupek, Shirin Spengel, Gabriel Stebichow, Matthies Thormann, Daniel von Windheim, Dominik Weigel und Julian Klaus Ziegler.

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