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Levo-Park Bad Segeberg Ausnahme verlängert

Investor Ulf Wachholtz und die Unternehmer im Levo-Park können aufatmen: Der Kreis Segeberg macht das 30-Hektar-Gelände nicht zum Jahresende dicht. Wie Landrat Jan Peter Schröder erklärte, wird die befristete Nutzungsgenehmigung um zwei Jahre verlängert.

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Die Ausnahmegenehmigung des Kreises Segeberg für die gewerbliche Nutzung des Levo-Parks wird bis 2017 verlängert.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Am Dienstag hatte die Vollversammlung des Zweckverbandes Mittelzentrum, dem neben Bad Segeberg und Wahlstedt auch die Gemeinden Fahrenkrug und Schackendorf angehören, den geplanten F(lächennutzungs)-Plan für das Arealder  ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne gekippt. Die Mehrheit der Kommunalpolitiker stört sich an den bis zu 12000 Quadratmetern Einzelhandel, die von Wachholtz geplant werden. Auch die Einrichtung eines Wohngebiets ist umstritten, weil die Siedlung weitab von der übrigen Bad Segeberger Bebauung läge.

 Die rund hundert Firmen, die sich mit Büros und Werkstätten bereits im Levo-Park niedergelassen haben, dürfen dort nur mit einer behördlichen Ausnahmgegenehmigung arbeiten. Schließlich gibt es für das Gelände weder einen F- noch B-Plan, in dem die konkrete Bebauung geregelt wird. Landrat Schröder hatte angekündigt, diese Ausnahme nur dann länger zuzulassen, wenn im Zweckverband entweder der F-Plan beschlossen oder eine Art grundsätzliches Bekenntnis zum Levo-Park als Gewerbefläche auf den Weg gebracht ist. Das ist am Dienstag passiert. Nachdem der F-Plan-Entwurf inklusive Einzelhandel und Wohnen abgeschmettert war, ging mehrheitlich ein gemeinsamer Antrag der Grünen und der Freien Wählergemeinschaft BBS durch. Darin wird gefordert, den Levo-Park zu einem reinen Gewerbegebiet zu entwickeln und entsprechende Verhandlungen mit dem Investor zu führen.

 Vor allem Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt (BBS) und Grünen-Fraktionschefin Annelie Eick hatten diese Lösung ausgetüftelt – in der Hoffnung, dass das Signal an den Kreis ausreicht, für den Levo-Park eine gewerbliche Lösung finden zu wollen. Dieser Plan ist aufgegangen.

 Nach einer gestern verbreiteten Einschätzung der Kreisverwaltung hat die Zweckverbandsversammlung „mit breiter Mehrheit beschlossen, die 16. Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gelände des Levo-Parks mit geändertem Inhalt weiter zu betreiben“. Landrat Schröder sagt: „Der Kreis Segeberg als Baugenehmigungsbehörde begrüßt diese Entscheidung, denn sie erhält für die auf dem Gelände bereits befristet zugelassenen gewerblichen Nutzungen die Perspektive auf eine dauerhafte Zulässigkeit.“ Auf dieser Grundlage könne die Ausnahmegenehmigung nun bis zum 31. Dezember 2017 verlängert werden.

 Auf die lange Bank schieben sollten Kommunalpolitik und Investor ihre weiteren Beratungen aber nicht. „Wir setzen voraus, dass die geänderten inhaltlichen Vorgaben jetzt zügig und in konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Zweckverband, Stadt und Eigentümer in einem Bebauungsplan umgesetzt werden“, mahnt der Landrat. „Wir werden diesen Prozess konstruktiv begleiten.“

 Der Kreis Segeberg unterstütze weiterhin diesen Konversionsprozess des ehemaligen Kasernengeländes hin zu einer regional abgestimmten gewerblichen Nutzung, betont Schröder. Die baurechtlichen Voraussetzungen für die Zukunft müssten nun aber innerhalb der kommenden zwei Jahre geschaffen werden. Daraus kann man ableiten: Eine weitere Verlängerung der Ausnahmeregelung über das Jahr 2017 hinaus würde es nicht mehr geben.

 Für den Investor und die Politiker sollte das ein gewisser Ansporn sein, denn derzeit sind die Positionen sehr unversöhnlich. Wachholtz besteht auf einen „Nutzungs-Mix“, da er nur eine Kombination von Handel, Gewerbe und Wohnen für dauerhaft überlebensfähig hält.

 Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld beurteilt die Lage ähnlich, zumal die Stadt bereits zwei neue Gewerbegebiete in Planung hat: eines im Baugebiet Burgfelde und eines gemeinsam mit Wahlstedt und Negernbötel auf deren Gebieten.

 Die Stimmung im Zweckverband ist derzeit nicht allzu gut. Die Vertreter der beiden Dörfer waren nicht begeistert, als Schönfeld im Vorfeld der jetzigen Entscheidung kritisierte, dass alle vier Orte in der Verbandsversammlung die gleiche Stimmenanzahl haben – unabhängig von der Größe. Außerdem haben die Schackendorfer nicht vergessen, dass ihnen einst die Ansiedlung einer Spielhalle von den Nachbarn torpediert worden war. Schönfeld wiederum findet es nicht gut, dass Bad Segeberg seinen angestrebten B-Plan zum Levo-Park nicht aufstellen kann, weil Wahlstedt und Schackendorf den vorher notwendigen F-Plan gekippt haben.

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