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Flüchtlinge kommen 2 Monate später

Levo-Park Bad Segeberg Flüchtlinge kommen 2 Monate später

Nun ist es also der 15. Juni. An diesem Tag soll die neue Erstaufnahme-Einrichtung des Landes Schleswig-Holstein im Bad Segeberger Levo-Park wirklich komplett bezugsfertig sein – rund zwei Monate nach dem zuletzt mehrfach genannten Starttermin Mitte dieses Monats.

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Noch sind im Bad Segeberger Levo-Park nicht alle Arbeiten erledigt. In zweieinhalb Monaten soll dann aber wirklich alles fertig sein.

Quelle: Andreas Wicht

Bad Segeberg. „Voraussichtlich“, so der Sprecher des Kieler Innenministeriums, Hendrik Peters, auf Anfrage der Segeberger Zeitung, werden dann die ersten Flüchtlinge und Asylbewerber in Bussen auf dem früheren Kasernengelände eintreffen. Mitentscheidend sei allerdings der Fortgang der Gespräche mit dem Hamburger Senat.

 Die beiden Bundesländer streben bereits seit Längerem eine feste Vereinbarung an, mit der Schleswig-Holstein bis zu 1500 Asylsuchende aus der Hansestadt für einen befristeten Zeitraum von einem halben Jahr aufnimmt. Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt und Hamburgs Innensenator Andy Grote haben nach den Worten von Peters bisher aber nur einen so genannten „Letter of Intent“ unterzeichnet, also eine Absichtserklärung. Schleswig-Holstein will den bei der Unterbringung in Bedrängnis geratenen Nachbarn für die Dauer von zunächst zwei Jahren bei der Erstaufnahme unterstützen.

 Während ihres Aufenthalts in den Containern auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne ist Kiel zudem für diese Menschen verantwortlich. Die Zuständigkeit ende erst mit der „Rückverteilung“ nach Hamburg, heißt es aus dem Ministerium.

 Dass die Vorbereitungsarbeiten im Levo-Park deutlich langsamer als zunächst geplant voranschreiten, sehen die Verantwortlichen nicht zuletzt angesichts der weiterhin stark rückläufigen Zahl neu ankommender Flüchtlinge im Norden recht gelassen. Im März hat Schleswig-Holstein bisher rund 570 Asylsuchende registriert, die Schleswig-Holstein aufnehmen musste. Im Februar waren es noch über 2000. Die aktuell fast 12800 Plätze in den Landesunterkünften waren zur Monatsmitte noch nicht einmal zur Hälfte ausgelastet.

 Wie Ministeriumssprecher Hendrik Peters der SZ weiter sagte, sei für Bad Segeberg eine Obergrenze von 1500 Personen vorgesehen. Das würde bedeuten, dass in der Kreisstadt nahezu ausschließlich Flüchtlinge aus dem Kontingent der Hansestadt untergebracht werden.

 Inzwischen steht zudem fest, dass das Innenministerium auch einige bestehende Gebäude auf dem weitläufigen Areal an der Bundesstraße 206 nutzen wird. Dort sollen zunächst die Verwaltung des Container-Dorfes sowie ärztliche Dienste einziehen. Auch eine Kinderbetreuung und die Beschulung älterer Jungen und Mädchen sei vorgesehen, erklärte Peters. Hinzu kommt noch eine feste Polizeistation, die nur mit schleswig-holsteinischen Beamten besetzt sein wird.

 In dieser Hinsaicht gibt es nun eine weitere Überraschung: Denn wie der Sprecher des Ministeriums erklärte, sei die Frage, mit wie vielen Beamten die Dienststelle am Ende besetzt werden soll, aktuell „noch offen“. Dabei hatten die Personalpläne erst zu Jahresbeginn für einige Irritationen gesorgt. Hieß es zunächst, bis zu einer Obergrenze von 2000 Bewohnern würden sechs Ordnungshüter im Regeldienst ausreichen, war im Januar in einer Einwohnerversammlung plötzlich von zehn die Rede. Der Leiter der Direktion Segeberg, der sämtliches Personal stellen muss, erklärte diesen Zuwachs damit, dass er anfangs lieber ein paar mehr Leute bereithält als vorgegeben. Gerade in der Anfangszeit sei die Polizei in vielerlei Hinsicht gefordert – auch als Ansprechpartner für die Bewohner.

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