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1000 Bücher für Patienten

Bad Bramstedt 1000 Bücher für Patienten

Seit über 30 Jahren verleiht die FDP Bad Bramstedt einen Liberalen Bürgerpreis. Geehrt werden ehrenamtliche Helfer, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Diesmal ging der Preis an Frauen, die seit 2002 im Klinikum Patienten mit Büchern versorgen.

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Der Liberale Bürgerpreis ging diesmal an das ehrenamtliche Büchereiteam des Klinikums Bad Bramstedt. Vertreter des FDP-Ortsverbandes überreichten ihn bei einer kleinen Feier im Garten des Klinikums.

Bad Bramstedt. Mit einer Bücherspende, 200 Euro und einer Urkunde bedankte sich Ortsverbandsvorsitzender Helmer Krane bei Kaffee und Kuchen im Klinikum bei den Ehrenamtlerinnen.

 Die Idee, eine Patientenbücherei zu gründen, kam von Klinikpastor Jörg Möller-Ehmke. Anfangs gab es einige Schwierigkeiten, aber Möller-Ehmke habe sie immer tatkräftig unterstützt und dafür gesorgt, dass die Idee nicht aufgegeben wurde, berichteten die ehrenamtlich tätigen Frauen.

 „Jeden Montag von 15 bis 17 Uhr fahren zwei der Damen mit dem Bücherwagen auf die Station der frisch operierten Patienten, zwei weitere geben Bücher in der Bibliothek aus und beraten die Patienten“, erklärte „Bücherfrau“ Renate Holst ihre Arbeit. Gut 1000 Bücher sind vorrätig, die von 13 Frauen verwaltet und ausgeliehen werden. Lob gab es auch von Uwe Hamann, der als Vertreter der Klinik-Geschäftsleitung, an der Preisverleihung teilnahm. Die Versorgung mit Lesestoff sei eine nicht weg zu denkende Einrichtung, die ein äußerst positiven Echo der Patienten habe.

 „Wichtig ist es insbesondere, dass auch neue, moderne Bücher angeboten werden könnten“, sagte Renate Holst. Bücher aus Haushaltsauflösungen seien leider häufig in schlechtem Zustand und vom Inhalt her veraltet. „Damit können wir das Interesse der Patienten, sich wieder einmal einem Buch zu widmen, nicht wecken“, ist die Erfahrung von Renate Holst. Um den Bestand aufzufrischen, verkaufen die Büchereifrauen alte Bände auf Bücherflohmärkten. Aus dem Erlös wird dann neuere Literatur gekauft. Teilweise bekomme das Team aber auch druckfrische Belegexemplare von Buchläden oder Spenden, um neue Bücher zu kaufen, berichtete Holst.

 FDP-Vorsitzender Krane sagte, die Arbeit der Büchereifrauen werde in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen, da sie kaum Bad Bramstedter Bürgern zugute komme, sondern auswärtigen Patienten. „Damit sind Sie unsere Gastfreundlichkeit“, sagte Krane, an die Damen gewandt.

 Auch Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, selbst FDP-Mitglied, unterstrich die Bedeutung der Arbeit für das Image einer Klinik. „Über das medizinische Kerngeschäft hinaus bietet die Klinik zusätzlich Theater, Gastronomie und auch noch eine Bücherstube an“, so Kütbach. „Durch dieses Angebot erweitern Sie den kleinen Radius von Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung stark eingeschränkt sind.“ Uwe Hamann ergänzte, die Klinik sammele durch die Patientenbücherei zusätzliche Imagepunkte bei Ärzten und Kostenträgern, die die Patienten nach Bad Bramstedt überweisen.

 Pastorin Petra Fenske, die ihren Kollegen Möller-Ehmke bei der Preisverleihung vertrat, machte deutlich, dass nicht nur Bücher übergeben werden. Die Bücherfrauen kämen dabei auch ins Gespräch mit den Patienten, was vielen den Klinikalltag erleichtere. Der Gesprächsbedarf bei den Patienten sei groß. Das wisse sie von ihren Vertretungen in der Klinik, berichtete die Pastorin.

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Uwe Straehler-Pohl

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