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Behörde legt Landebahn still

Flugplatz Hartenholm Behörde legt Landebahn still

Weil sie mehrere Bäume als Sicherheitsrisiko einstuft, hat die Luftfahrtbehörde des Landes den Flugplatz Hartenholm vorerst stillgelegt. Der Entscheidung ist ein jahrelanger Rechtsstreit vorausgegangen. Der Betreiber ist dennoch überrascht.

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Für den Flugplatz Hasenmoor gibt es keine Start- und Landeerlaubnis mehr. Massoud Abdzadeh, Betreiber des Hartenholmer Flugplatzes, ist überrascht und verzweifelt,

Quelle: Alexander Christ

Hartenholm. Die Nachricht kam für Flugplatzbetreiber Massoud Abdzadeh überraschend: Weil die Luftfahrtbehörde durch mehrere Bäume eine Gefahr für den Flugbetrieb sieht, hat sie dem kleinen Privatflughafen an der B206 zwischen Hartenholm und Hasenmoor die Start- und Landeerlaubnis entzogen.

Behörde fordert Baumfällung seit mehreren Jahren

Vor vier Jahren wurde Abdzadeh aufgefordert, mehrere an das Flugplatzgelände angrenzende Bäume fällen zu lassen. Nach Auffassung der Luftfahrtbehörde könnten diese eine Gefahr für den Flugbetrieb darstellen. Der gebürtige Iraner Abzadeh, der den Flugplatz vor 20 Jahren kaufte, sah das anders. „Jeder Pilot, der uns ansteuert, kennt die örtlichen Gegebenheiten sehr genau. Es ist noch nie zu einem Unfall oder Zwischenfall gekommen“, so Abzadeh, der nun nicht nur um seine eigene, sondern auch um die Existenz des Fallschirmsportzentrums sowie des Restaurants auf dem Areal fürchtet.

Verfahren landete vor dem Verwaltungsgericht

Er habe gar keine rechtliche Handhabe, die an das Gelände angrenzenden Bäume fällen zu lassen, da diese einem Privateigentümer sowie den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten gehören. Im vergangenen Jahr kam es vor dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein zum Prozess. „Das Gericht entschied, dass es in der Verantwortung des Flughafenbetreibers liegt, sich mit dem Waldeigentümern in Verbindung zu setzen“, erklärt Sönke Klettner, von der Luftfahrtbehörde aus Kiel.

Bis Ende September stehen viele Bäume unter Naturschutz

Wann der Flugbetrieb in Hartenholm wieder aufgenommen werden kann, sei zurzeit noch unklar und läge nun allein an Abdzadeh. „Wir werden den Flugbetrieb umgehend wieder freigeben, sobald Herr Abzadeh die geforderten Auflagen erfüllt hat und die Bäume gefällt sind.“ Das dürfte allerdings kurzfristig nicht ganz einfach werden. Denn von Anfang März bis Ende September genießen viele Bäume aus natur- und umweltschutzrechtlichen Belangen Bestandsschutz und dürfen in diesem Zeitraum auch nicht gefällt werden.

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