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Wirksam gegen Brustkrebs vorgehen

Mammobil in Bad Segeberg Wirksam gegen Brustkrebs vorgehen

Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist und bleibt der Brustkrebs. Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Von 6. Februar bis voraussichtlich Anfang April macht die mobile Röntgeneinheit „Mammobil“ auf dem Parkplatz von Möbel Kraft in Bad Segeberg  Station.

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Das Mammobil kommt nach Bad Segeberg. Ab Montag, 6. Februar, wird es auf dem Parkplatz von Möbel Kraft stehen.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Rund 10,5 Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren haben die Möglichkeit, am bundesweiten Früherkennungs-Programm teilzunehmen und sich alle zwei Jahre kostenlos untersuchen zu lassen. Im östlichen Schleswig-Holstein haben das seit Beginn des Projektes rund 214000 Frauen getan. Die Leitung des Mammobils vom Screening-Zentrum Lübeck haben die Ärztin Dr. Susanne Wulff und ihr Kollege Dr. Dragan Brodnjak.

 „Aus Angst vor der Diagnose Brustkrebs und die manchmal unangenehme Untersuchung schrecken noch immer viele Frauen vor einer Mammographie zurück“, erklärt die Medizinerin. Dabei liege die Heilungschance bei über 90 Prozent, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird. Nicht zuletzt deshalb sei im Jahr 2002 ein parteiübergreifender Bundestagsbeschluss zur Erweiterung der Früherkennungsuntersuchung durch regelmäßige Untersuchungen erfolgt. „Alle gesetzlichen Krankenkassen wurden zur Kostenübernahme verpflichtet“, erklärt Wulff.

 Jährlich erkrankten bundesweit etwa 72000 Frauen neu, im gleichen Zeitraum sterben 17100 Frauen an den Folgen. „In Schleswig-Holstein zählen wir jährlich rund 3100 Neuerkrankungen und circa 640 Todesfälle“, berichtet die Ärztin.

 Für die Anfertigung der Röntgenaufnahme würden digitale Systeme der neuesten Generation verwendet, die eine Optimierung der Bildqualität und eine Minimierung der Strahlendosis gewährleisten, versichert die Ärztin. Die Teilnehmerinnen würden von speziell geschulten Mitarbeiterinnen geröntgt. „Im Anschluss werden die Aufnahmen von zwei erfahrenen Ärzten beurteilt.“ Die Mitteilung des Befundes erfolge nach sieben bis zehn Werktagen. „Mit Einverständnis der Frauen werden behandelnde Ärzte informiert.“

 Bei den meisten Fällen sei allein durch die Mammographie eine Brustkrebserkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen, erläutert Dr. Wulff. Nur bei bei 6 Prozent seien Zusatzuntersuchungen erforderlich. Durch ergänzende Röntgenbilder, eine klinische Untersuchung, eventuell Ultraschall sowie manchmal auch die Entnahme von Gewebeproben in lokaler Betäubung könne auch hier meist Entwarnung gegeben werden. Nur bei sehr wenigen Frauen werde am Ende tatsächlich Krebs diagnostiziert.

 Die Mammographie ist laut Susanne Wulff die einzige international wissenschaftlich erwiesen effektive Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs und seinen Vorstufen. „Erfahrungen haben gezeigt, dass dadurch kleine Herde frühzeitig erkannt werden können, wodurch die Behandlungsmöglichkeiten und die Chancen einer Heilung verbessert werden.“ Bei den meisten Befunden handele es sich um kleine Knoten oder Vorstufen. „Aus anderen Ländern wissen wir, dass durch regelmäßige Mammographien in dieser Altersgruppe Krebsbefunde noch vor klinischen Beschwerden entdeckt werden können und dadurch die Sterblichkeit gesenkt werden kann.“

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