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Witthüs öffnet noch zwei Mal

Martin Hubrich macht Ausverkauf Witthüs öffnet noch zwei Mal

Nach 17 Jahren ist Schluss: Die Gaststätte Witthüs in der Bahnhofstraße von Kaltenkirche verabschiedet sich mit zwei letzten Veranstaltungen von ihren Gästen. Für viele treue Besucher ist es überraschend, dass Inhaber Martin Hubrich den Betrieb einstellt. Aber er muss auf seine Gesundheit Rücksicht nehmen.

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Sagt nach 17 Jahren Danke und Tschüss: Martin Hubrich lädt noch zu Weihnachtskaraoke und Ausverkauf ein.

Quelle: Ulrike Bundschuh

Kaltenkirchen. Das weiße Haus in der Bahnhofstraße kennt wohl jeder Kaltenkirchener. Viele haben dort schon die eine oder andere unvergessliche Fete gefeiert. Ob Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, Weihnachtsfeiern, für jeden Anlass war das Witthüs für Feiern bis 50 Personen eine beliebte Adresse. Das Konzept ging auf: Hubrich sorgte für Getränke und kleine Snacks, komplette Essen konnte man sich auf Wunsch liefern lassen.

 Neben einer guten Weinauswahl war besonders das Bier der Ricklinger Landbrauerei eine Besonderheit. „Das hat hier sonst keiner in der Gegend“, erzählt Hubrich. Beliebt waren besonders die regelmäßigen öffentlichen Veranstaltungen wie Live-Musik, Karaoke-Abende oder Tanz in den Mai. Was ihm besonders in Erinnerung geblieben ist? „Der Karneval. Einige Kaltenkirchener mit rheinländischen Wurzel brachten mich vor vier Jahren auf die Idee einer Karnevalsfeier. Das war ein Riesenspaß“, erinnert sich der Gastronom. „Viele bekannte Kaltenkirchener Gesichter kamen mit den tollsten Kostümen und feierten bis spät in die Nacht“.

 Dass das Witthüs jetzt schließt, ist auf einen Arbeitsunfall von Hubrich zurückzuführen. Eine langwierige Schulterverletzung zwingt ihn dazu, den Laden zwei Jahre vor der Rente und damit früher als geplant aufzugeben.

 Jetzt will Martin Hubrich mit seiner Lebensgefährtin reisen, mit dem Segelboot die Ostsee erkunden und mit dem Motorrad auf Tour gehen. „Ich habe noch so viel vor, da wird mir bestimmt nicht langweilig. Besonders freue ich mich, meine in London lebende Tochter jetzt öfter zu besuchen“, sagte der 63-Jährige.

 Bevor es soweit ist, haben alle Freunde des Witthüs noch Gelegenheit für einen Abschiedsbesuch. Am Freitag, 18. Dezember, dürfen sie beim Weihnachtskaraoke alles geben. Am Sonnabend, 19. Dezember, kommen Andenkensammler auf ihre Kosten. Von 11 bis 15 Uhr wird die ganze Einrichtung verkauft. „Ich klammere mich nicht an alte Sachen. Es waren wirklich schöne Zeiten, viele Erinnerungen hängen hier dran“, sagt Hubrich. „Aber die Schließung ist auch ein bisschen wiedergewonnene Freiheit.“

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