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Mehr Lehrer, weniger Schüler

Schulbeginn Mehr Lehrer, weniger Schüler

Während die Schüler im Kreis Segeberg die allerletzten Tage der Ferien genießen können, dreht Schulrat Jürgen Hübner im Kreishaus auf dem Teller. Hier eine krank gewordene Schulleiterin, da kommunale Gremien, die sich bei Stellenbesetzungen ein paar Mal umentscheiden.

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Der aufgeräumte Schreibtisch täuscht: Segebergs Schulrat Jürgen Hübner hat eine Menge Baustellen zu bearbeiten.

Quelle: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg. Doch es gibt auch Dinge, die Hübner erfreuen. „Zurzeit droht keiner Schule die Schließung wegen zu geringer Schülerzahl“, berichtet er. Und das Zahlenverhältnis zwischen Lehrern und Schülern habe sich leicht verbessert.

 Die Zahl der Erstklässler, die in der nächsten Woche eingeschult werden, ist laut Statistik im Vergleich zum Vorjahr von 2581 auf 2351 gesunken. Die Zahl der Lehrer an Grund- und Gemeinschaftsschulen jedoch von 876,75 leicht auf 880 gestiegen. Insgesamt werden im neuen Schuljahr 16263 Kinder in den Klassen 1 bis 10 an den Grund- und Gemeinschaftsschule im Kreis unterrichtet.

 An den Förderzentren ist die Zahl der Stellen von 171 auf 176 gestiegen. Doch das ist noch ohne Auswirkung „Es gibt zu wenig Bewerbungen“, stellt der Schulrat klar. So könne es hier und da trotzdem noch zu Situationen kommen, in denen „kreative Lösungen“ gefunden werden müssen - sprich: größere Klassen.

 Die Besetzung der Schulleiterstellen sei gelungen oder auf gutem Wege, erläutert Hübner. Schmalfeld, Hartenholm und Fahrenkrug sind versorgt, in den Gemeinschaftsschulen am Marschweg in Kaltenkirchen und am Ossenmoorpark in Norderstedt sowie dem Förderzentrum Henstedt-Ulzburg sehe es im Bewerbungsverfahren gut aus.

 Eine Verbesserung des Unterrichts erwartet Hübner von Schulassistenten, die sich um Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf kümmern sollen. „Wir haben viele Bewerbungen auf Landesebene.“ Bis zum Ende der Herbstferien sollen die Stellenbesetzungen abgeschlossen sein. Allerdings wollen relativ wenige Bewerber in den kleinen Schulen auf dem platten Land arbeiten.

 Inwieweit sich die Zahl der Schüler durch Flüchtlingskinder verändert, kann Hübner noch nicht absehen. Die aktuellen Zahlen seien in die Statistik noch nicht eingearbeitet. Sieben Zentren für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) wurden an Schulen im Kreis Segeberg eingerichtet. 860 Schüler werden dort unterrichtet. Doch steht bei weitem nicht nur Vokabeltraining auf dem Programm. „Manche Kinder haben Schlimmes durchlebt. Sie weinen, sind unruhig, manche sind nicht gruppenfähig oder aggressiv gegen sich selbst.“ Gerade sei ein Kind gekommen, das zuvor auf einer Müllkippe wohnte. Da müsse viel seelische Aufbauarbeit geleistet werden.

 Sollte sich die Lage im Hinblick auf Flüchtlingskinder verschärfen, müssten Lehrer mit DaZ-Qualifikation aus anderen Schulen in die DaZ-Zentren wechseln, sagt der Schulrat. Der Zustrom von Asylbewerbern könnte also dazu führen, dass auch in anderen Schulen plötzlich die Posten von Klassenlehrern neu besetzt werden. In solchen Fällen sei Organisationstalent von Schulamt und Schulleitungen gefragt.

 Es passiert viel hinter den Kulissen, während die neuen Abc-Schützen ihre ersten Buchstaben lernen. Auch ihnen gilt Hübners Spruch zur Schulpolitik: „Es ruckelt sich alles zurecht.“

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