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Sommerpause für die Salzberge

Winterdienstbilanz im Kreis Segeberg Sommerpause für die Salzberge

Frühlingswetter hat die Winterperiode abgelöst. Sie hätte problemlos noch länger dauern können. Zumindest, wenn es nach der Straßenmeisterei Bad Segeberg sowie dem Bauhof des Wege-Zweckverbandes (WZV) und des Kreises ginge. Denn Streusalz haben sie noch genug gebunkert. Der Trost: Schlecht wird es im nächsten halben Jahr nicht.

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Von 2000 Tonnen eingelagertem Streusalz sind Dreiviertel verbraucht worden. Die restlichen 500 Tonnen werden den Sommer schadlos überstehen, sagt Martin Utsch, Winterdienstleiter beim Bauhof von WZV und Kreis.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Die Restbestände können ohne Probleme den Sommer über gelagert werden, sagt Matthias Hübner, Leiter der Straßenmeisterei in Bad Segeberg. „Wenn Salz nicht nass wird, kann es da ewig liegen.“ Hübners Mannschaft ist dafür zuständig, im Kreis Segeberg weite Strecken der Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen befahrbar zu halten, insgesamt sind es 237 Kilometer.

 „Die Zahl der Winterdiensteinsätze hielt sich in Grenzen“, meint Hübner. „Wir haben sehr wenig Streusalz verbraucht.“ Es lagert in einer Halle, die bis zu 600 Tonnen fasst. Seine Mitarbeiter hatten in den vergangenen Monaten wenige Sonderschichten zu fahren. „Das war gar kein richtiger Winter.“

 Anders fällt das Fazit von Martin Utsch aus. Er ist Winterdienstleiter für alle Kreisstraßen und die meisten Gemeindeverbindungsstraßen, insgesamt 562 Kilometer. Die Zahl der Einsatztage im Winter 2014/15 habe mit 29 leicht über dem Durchschnitt gelegen.

 So mild wie gemeinhin angenommen sei er nicht gewesen. Es habe zwar wenig geschneit. „Aber es gab viel Glättebildung auf den Straßen.“ Das sei selbst bei Außenlufttemperaturen von wenigen Graden möglich, wenn sich morgens etwa in Wäldern kurzzeitig eine Kältezone bildet. An weiteren 18 Bereitschaftstagen prüften die 24 Mitarbeiter, die zwölf Fahrzeuge einsetzen, morgens um 4 Uhr das Wetter, hatten dann aber doch nicht ausrücken müssen, weil es milder als vorausgesagt war.

 1500 Tonnen Streusalz mit Antibackmittel, damit das Salz nicht verklebt, wurden im Winter eingesetzt. Das entspricht etwa Dreiviertel der Menge, die in der Salzhalle auf dem neuen WZV-Gelände in Bad Segeberg eingelagert worden war. Das Salz liegt auf einem spezialbeschichteten Betonboden. Die Schutzfläche verhindert, dass der Boden durch das Salz und die Radlader Schaden nimmt. Eine Tonne Salz kostet etwa 70 Euro im Einkauf.

 Gut hält sich über lange Zeit auch das Magnesium-Chlorid-Flüssiggemisch. Es wird dem Salz auf den Fahrzeugen kurz vor dem Streuteller zugesetzt. So bleibt das Salz länger haften. Die Methode ist noch relativ neu. Bis 1996 wurde ein Salz-Sand-Mix auf den Straßen verteilt, um den Fahrbahnen die Glätte zu nehmen, berichtet Utsch. Nach dem Winter sei jedoch viel Sand liegengeblieben. Regen hat ihn dann in die Kanalisationen gespült. Dort verfestigte sich der Sand und verstopfte die Rohre.

 Die Zahl der Einsatzfahrten pro Winter schwankt stark, sagt Martin Utsch. Im Winter 2010 etwa waren 73 Fahrten nötig, in anderen Wintern nur ein Dutzend. Einen Trend kann Martin Utsch nicht erkennen. „Einen Klimawandel sehe ich nicht.“

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Gerrit Sponholz
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