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Investor plant Pflegezentrum

Millionenprojekt in Wahlstedt Investor plant Pflegezentrum

Ein Millionenprojekt rollt auf Wahlstedt zu: Auf einem unscheinbaren Grundstück an der Rendsburger Straße soll ein zweiteiliges Fachpflegezentrum entstehen – für ältere Menschen und Suchtkranke. Bürgermeister Matthias Bonse begrüßt das Vorhaben.

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Zwei Baukörper sollen in Wahlstedt entstehen: Zunächst soll ein Fachpflegezentrum für ältere Patienten mit psychischen Problemen hochgezogen werden, anschließend eine Einrichtung für Suchtkranke.

Quelle: Privat

Wahlstedt. Wer bislang aus der Adlerstraße hinaus auf die Rendsburger Straße fährt, sieht vor sich Bäume und Buschwerk. Das unübersichtliche Areal, das zwischen Rendsburger Straße und Dorfstraße liegt, wird von vielen Wahlstedtern schlicht übersehen, baulichen genutzt wurde es nie. Auch die stattliche Größe von 7000 Quadratmetern ist höchstens zu erahnen. Während gleich nebenan schon vor Jahrzehnten ein Wohnblock hochgezogen wurde und zuletzt ein Netto-Discounter entstand, ist diese Fläche noch nie überplant worden.

 Das soll sich in den kommenden Monaten ändern. Investor ist Wilhelm Kuhrt, dem deutschlandweit 18 derartige Einrichtungen gehören – unter anderem hat er das „Haus Wahlstedt“ an der Waldstraße erworben, ein Heim für Demenzkranke. Seine neuen Pläne hat Kuhrt bereits in der Wahlstedter Kommunalpolitik vorgestellt. Bürgermeister Bonse verweist auf eine Millioneninvestition, will aber aus Gründen der Diskretion keine näheren Zahlen nennen. Hinter vorgehaltener Hand ist bei den Stadtvertretern von zehn Millionen Euro die Rede.

 Das Grundstück an der Rendsburger Straße befindet sich bereits seit über 20 Jahren in Kuhrts Besitz. „Er ist von Wahlstedt sehr angetan“, sagt der Verwaltungschef. Für ihn ist der geplante Neubau nicht nur deshalb erfreulich, weil ein ungenutztes Grundstück im Wahlstedter Zentrum betroffen ist, sondern auch wegen der geplanten Arbeitsplätze. Bonse: „Es sollen um die hundert werden.“

 Zunächst soll ein Gerontopsychiatrisches Fachpflegezentrum entstehen: eine Einrichtung, in der ältere Menschen mit geistigen Problem behandelt und betreut werden können. Das Gebäude soll über drei Vollgeschosse und ein etwas zurückgenommenes Staffelgeschoss verfügen, das den Bau etwas weniger massiv und hoch wirken lässt, als er eigentlich ist. Für die Planung zeichnet das Hamburger Architekturbüro Böbs verantwortlich.

 In einem zweiten Bauabschnitt, der laut Bonse „so schnell wie möglich“ kommen soll, ist ein „Fachpflegezentrum Psychotrope Substanz“ vorgesehen. Hinter diesem Fachbegriff verbirgt sich eine Einrichtung, die auf Patienten mit Rauschgiftproblemen spezialisiert ist. Sie wird parallel zur Rendsburger Straße gebaut, während das erste Gebäude im rechten Winkel dazu stehen soll.

 Nun muss das Vorhaben noch durch die üblichen Genehmigungsverfahren, bevor die Bagger anrollen können. Dass sie am Ende rollen – daran zweifelt im Wahlstedter Rathaus kaum jemand.

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