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Modernste Feuerwache im Land

Kaltenkirchen Modernste Feuerwache im Land

„Unsere Feuerwache wird nach der Fertigstellung sicher die modernste und funktionellste im ganzen Land sein“, ist sich Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause sicher. Der rund 9,4 Millionen Euro teure Neubau soll Mitte Oktober fertig sein.

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75 Meter breit ist die Fahrzeughalle der neuen Feuerwache an der Süderstraße mit ihren 16 Stellplätzen. Der Bau kostet die Stadt rund 9,4 Millionen Euro.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Er spart nicht mit Lob für die Männer und Frauen der Wehr: „Das ist zum großen Teil ihnen zu verdanken, denn sie haben sich hier mit einem großartigen Engagement eingebracht.“

 „Wir sind wunschlos glücklich, wenn wir hier eingezogen sind“, sagt Wehrführer Thomas Schwedas. Der Rohbau lasse schon erahnen, dass hier etwas Besonderes entstehe. Seit März letzten Jahres laufen die Bauarbeiten. 45 Firmen sind bislang am Bau beteiligt. Der Umzug der Feuerwehr war unter anderem notwendig geworden, weil die alte Wache zu klein war, nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprach und ein Umbau unwirtschaftlich gewesen wäre.

 Das neue Gebäude besteht aus drei Baukörpern: eine Werkstatt mit großer Waschhalle, ein Trakt mit Bereitschafts-, Verwaltungs-, Schulungs- und Umkleideräumen sowie die 75 Meter breite Fahrzeughalle mit 16 Stellplätzen, wovon einer für die DLRG vorgesehen ist. Es gibt sogar einen Raum, der als kleines Fitnesscenter für ältere Feuerwehrkameraden hergerichtet wird.

 Der Schulungsraum ist 370 Quadratmeter groß und lässt sich mehrfach unterteilen. „Wir bieten ihn sicher anderen Feuerwehren an, die ihn für Weiterbildungen nutzen können“, kündigte Krause an. Das Gebäude wird zudem ein Archiv erhalten und eine moderne Einsatzleitzentrale. Angeschlossen wird ein Lagezentrum für Katastrophenfälle, bei denen die Feuerwache zum Sammelpunkt wird.

 Für die derzeit 140 Aktiven der Feuerwehr gibt es künftig genügend Sanitärräume für Männer wie Frauen. Auch ist ein Raum vorhanden, in dem nach Einsätzen die verschmutzte Kleidung gereinigt und getrocknet werden kann. Künftig braucht die Fahrzeughalle im Winter nur bis auf acht Grad erwärmt werden, was Energie spart; bisher musste sie stärker beheizt werden, weil sich unter anderem die Ausrüstung der Wehr im gleichen Raum wie die Fahrzeuge befand.

 Wie Bürgermeister Krause bei einer Ortsbesichtigung erläuterte, wird derzeit Haustechnik wie Heizung, Sanitär, Lüftung, Klimatechnik, Elektro-, Fliesen- und Trockenbauarbeiten erledigt. Für die Schulungsräume im Obergeschoss entstehen derzeit im Werk die Trennwände. Die Außenanlagen auf dem 14000 Quadratmeter großen Grundstück sind weitestgehend fertig. Entstanden sind schon 120 Parkplätze, von denen 60 gepflastert und drei Meter breit sind. So können die eintreffenden Einsatzkräfte im Ernstfall schnell einparken, ohne viel rangieren zu müssen.

 Am Eingangsbereich des Funktionsbaus wird es eine kleine dänische Ecke geben. „Sie werden unsere Feuerwehrfreunde aus Hellevad für uns gestalten. Das wird ihr Einzugsgeschenk, und darüber freuen wir uns sehr“, erklärte Schwedas.

 Der Plan für den Umzug steht bereits. Die Übergabe der Räume ist für den 17. Oktober vorgesehen. Der Umzug soll am 21. Oktober mit der Verlegung des kompletten Fuhrparks abgeschlossen sein.

 Das Schicksal der bisherigen Wache am Kisdorfer Weg steht so gut wie fest: Sie wird abgerissen. Ein Teil des Geländes soll an die AKN verkauft werden, die ihre Werkstatt vergrößern möchte. Der Rest soll als Gewerbefläche veräußert werden.

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