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Oktoberfest-Bilanz: Neuer Rekord

Möbel Kraft Oktoberfest-Bilanz: Neuer Rekord

Auf dem Möbel Kraft-Parkplatz in Bad Segeberg hat der Abbau begonnen: Das Oktoberfest ist nach vier Party-Wochenenden vorbei - mit einem Rekord-Ergebnis: 49700 Besucher wurden laut Möbel Kraft-Vorstand Günter Loose in dem rustikalen Party-Ambiente begrüßt.

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Florian Suhr aus Dahme und Pascal Evert aus Lübeck feierten auf der Tanzfläche.

Quelle: Sönke Ehlers

Bad Segeberg. Der bisherige Bestwert von rund 35000 Gästen wurde locker übertroffen. Zu diesem Ergebnis hatte aber auch die Ausweitung der weiß-blauen Gemütlichkeit beigetragen: Erstmals wurde an vier statt an drei Wochenenden gefeiert, und das Zelt bot 2400 statt 2000 Quadratmeter Fläche. Dadurch konnten, wie Loose schildert, in der Spitze bis zu 3500 Menschen gleichzeitig feiern. Die Mundpropaganda habe weitere Bayern-Fans zu Möbel Kraft gelockt, schildert der Möbelhaus-Chef. „Es hat sich rumgesprochen: Hier kann man geil feiern!“ Mittlerweile kommen ganze Vereine und Firmen, um es bei Brezel, Bier und Brathähnchen krachen zu lassen. „Das Wetter hat auch mitgespielt. Wir hatten nur einen einzigen verregneten Abend.“

 Wegen der guten Rahmenbedingungen erfüllte sich eine Hoffnung der Kraft-Chefetage allerdings nicht: „Wir haben es leider nicht geschafft, die Warteschlange komplett abzubauen.“ Im Vorjahr hatten die Besucher über das gesamte Möbelhaus-Gelände bis hin zur Riihimäkistraße gestanden und auf Einlass gewartet. Denn bei vollständiger Auslastung des Zeltes werden erst dann die nächsten Besucher eingelassen, wenn Gäste gegangen sind. Loose: „Ab dem zweiten Sonnabend und am Abend vor dem 3. Oktober mussten wir ab etwa 20 Uhr einen Einlassstopp machen.“ Viele der Wartenden gaben im Laufe des Abends auf, wenn sie sich keine Chancen aufs Mitfeiern mehr ausrechneten. Das war besonders für die, die sich extra mit bayerischer Tracht in Schale geschmissen oder eine lange Anreise auf sich genommen hatten, sehr bedauerlich. Immerhin reichte die Schlange diesmal „nur“ bis zum Haupteingang des Möbelhauses.

 Ändern lässt sich nach Looses Einschätzung daran nichts. Das Zelt füllt den Parkplatz bereits gut aus; und mit jeder Vergrößerung würde vermutlich auch noch mehr Publikum kommen. „Ich hätte gedacht, dass sich der Andrang mehr verteilt“, sagt er. Doch seien viele Gäste dank des zusätzlichen Wochenendes eben einmal öfter zum Feiern gekommen.

 Der Anstieg der Gästezahlen brachte keine Sicherheitsprobleme mit sich. „Wir hatten zehn oder zwölf Leute, die wir vor die Tür setzen mussten“, sagt Loose. Meist sei es in diesen Fällen zuvor zu Körperverletzungen gekommen, die von der Polizei dokumentiert wurden. Außerdem seien fünf Diebstähle angezeigt worden. „Auf diese Menschenmassen gerechnet, ist das verschwindend gering.“

 Im kommenden Jahr wird es voraussichtlich wieder vier Party-Wochenenden geben, kündigt Loose an. „Ich will der Stadtvertretung nicht vorgreifen, aber wenn die verkaufsoffenen Sonntage so genehmigt werden, wie sie beantragt sind, wird es so kommen.“ Da der Tag der deutschen Einheit auf einen Dienstag fällt, wird am davor liegenden Montag auch gefeiert.

 Um es sich übrigens mit den Nachbarn nicht zu verscherzen, lässt Möbel Kraft seinen Technik-Allrounder Georg Schneider beim Oktoberfest alle 30 Minuten die Lautstärke messen. Vor allem die Bässe dürfen nicht zu stark aufgedreht werden, sagt Loose. „Das finden die DJs natürlich nicht so toll.“ Dem Erfolg tut es aber keinen Abbruch.

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