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Seen müssen saniert werden

Mözen und Neversdorf Seen müssen saniert werden

Der Mözener See und der Neversdorfer See sind in bedenklichem Zustand. Gefahr für die Gesundheit von Menschen bestehe aber nicht, ermittelte eine Studie. Der Gewässerpflegeverband, Landwirte und Behörden streben nun ein Sanierungskonzept an.

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Der Mözener See wurde mehrfach wegen Blaualgenbildung gesperrt. Er soll ebenso wie der Neversdorfer See saniert werden.

Quelle: Karsten Wilkening

Leezen. 50000 Euro hatte Land und EU die Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Mözener Sees (zwölf Hektar) und Neversdorfer Sees (acht Hektar) gekostet. Die Ergebnisse wurden rund hundert Zuhörern im vollbesetzten Saal des Hotels Teegen in Leezen vorgestellt.

 Hintergrund ist das Ziel, die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Dr. Eva-Maria Scharf vom Institut für angewandte Biologie und Landschaftsplanung (Bioplan) beschrieb die Lage. „Die Seen weisen erhöhte Nährstoffwerte auf und deutliche Nährstoffeintragserscheinungen, beispielsweise Blaualgen-Bildungen.“

 „Wegen dieser Algenbildung mussten wir den Mözener See in diesem Jahr für den Badebetrieb und für die Fischerei schon zwei Mal sperren“, fügte Kristian Draeger hinzu. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Mözener See und stellvertretender Bürgermeister von Kükels.

 Die beiden Gewässer, so die Studie, seien in einem ökologisch bedenklichen und zu verbessernden Zustand. Er sei allerdings nicht gesundheitsgefährdend, lautete das Fazit der Fachleute. Ursache für die Seenbelastung sei der hohe Phosphatgehalt, verursacht etwa durch Landwirtschaft, Badegäste, Wasservögel, Falllaub und Rücklösung des Sediments.

 „Zur Minimierung der Phosphatmenge in den Seen gibt es verschiedene Lösungsansätze. Sie werden teilweise mit bis zu 100 Prozent von Land und EU bezuschusst“, sagte Johanna Lietz vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Tiefenwasser könnte belüftet werden, Phosphat herausgelöst werden. Denkbar wäre auch ein Muschelbesatz.

 „Die Maßnahmen müssten ineinander greifen; eine alleine würde nicht viel bringen“, argumentierte Stefan Sandrock (Bioplan). Auch könnten die Landwirte ihre Düngermethoden auf seenahen Feldern ändern. Ins Spiel brachte er Bodenruhe und Begrünung an den Ufern der Seen.

 Um die Düngung der landwirtschaftlichen Flächen zu verbessern, können die Landwirte einen kostenlosen Beratungsservice eines Fachunternehmens nutzen. „Die Beratung wird von Land und EU bezahlt. Nehmt dies auch in Anspruch!“, forderte Claus Fahrenkrog, Vorsteher des Gewässerpflegeverbands Mözener Au und selbst Landwirt, seine Kollegen auf.

 In Abstimmung mit dem LLUR will Fahrenkrog, der auch Bürgermeister von Groß Niendorf ist, mit den Mitgliedern des Verbands über die Maßnahmen sprechen, die die Gewässerqualität verbessern sollen. „Ich könnte mir noch eine weitere Studie vorstellen, die Vorschläge genauer beschreibt. Doch dies entscheiden die Mitglieder des Gewässerpflegeverbandes“, erklärte Fahrenkrog.

 Zeit genug wäre. Die EU-Richtlinie müsse erst bis zum Jahr 2027 erfüllt sein, erläuterte Johanna Lietz vom LLUR.

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