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Raser überholt Streife und flüchtet

Polizei Raser überholt Streife und flüchtet

Viel zu schnell hat ein Motorradfahrer bei Bad Segeberg erst einen zivilen Streifenwagen der Polizei überholt und ist anschließend geflüchtet. Auf der A21 habe der Mann mit bis zu Tempo 200 und gefährlichen Fahrmanövern die Kontrolleure am Mittwoch abgeschüttelt.

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Die Polizeistreife ist von einem Raser abgehängt worden.

Quelle: dpa

Bad Segeberg. Laut Polizeisprecher Nico Möller war der Mann aus dem Landkreis Lüneburg am Mittwoch Mittag auf der A21 in Fahrtrichtung Kiel unterwegs. Um genau 11.43 Uhr geriet er in Konflikt mit den Gesetzeshütern. Zu diesem Zeitpunkt überholte der Mann nämlich einen Videowagen der Polizei, der – natürlich – als solcher nicht erkennbar ist.

 Den Beamten vom Polizei- Autobahn- und Bezirksrevier Bad Segeberg fiel auf, dass die Kawasaki viel zu schnell unterwegs war. So folgten sie dem Motorrad, starteten eine Videoaufzeichnung und führten eine Geschwindigkeitsmessung durch. „Im Ergebnis lag die Geschwindigkeit des Motorrades bei 169 Stundenkilometern“, schildert Möller. Im entsprechenden Bereich der A21 sind lediglich 120 Stundenkilometer zulässig.

Die Beamten beschlossen, den rasenden Übeltäter unverzüglich zu stoppen – doch der spielte nicht mit. Trotz deutlicher Anhaltesignale setzte er seine Fahrt fort. Auch als der Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene hinter ihm her war, entzog er sich weiter der Kontrolle. Es entwickelte sich eine regelrechte Flucht vor der Polizei.

Dabei kam es, wie der Polizeisprecher weiter schildert, zu brenzligen und lebensgefährlichen Situationen: Die Kawasaki überholte mitten in einer Autobahn-Baustelle einen Wagen verbotenerweise auf der rechten Fahrspur, raste über eine durchgezogene Linie und beschleunigte schließlich auf etwa 200 Stundenkilometer. Erlaubt ist auch auf diesem Abschnitt nur Tempo 120.

Die Jagd, die man so sonst nur im Fernsehen erlebt, setzte sich auf der Bundesstraße 205 in Richtung Neumünster fort. Der Fliehende überholte  weitere  Fahrzeuge. Es dürfte pures Glück gewesen sein, dass er nicht mit dem Gegenverkehr kollidierte.

 „Mit dieser halsbrecherischen Fahrweise gefährdete der Kawasaki-Fahrer nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer“, betont Polizeisprecher Nico Möller. Die Beamten im Videowagen mussten zudem einsehen, dass ihre Motorisierung dem Krad nicht gewachsen war. Sie hatten keine Chance, den davonrasenden Motorradfahrer einzuholen. Zudem hätten die Polizisten dann selbst in unverantwortlicher Weise über die Bundesstraße fahren müssen.

Letztlich kam es so, wie es kommen musste: Die Besatzung des Videowagens verlor das Motorrad aus den Augen und brach die weitere Verfolgung notgedrungen ab. Schließlich hatten die Verkehrsexperten alles fein säuberlich gefilmt – und auf der Videoaufzeichnung ist neben der dreisten und verbotenen Fahrweise auch das polizeiliche Kennzeichen des Motorrades zu erkennen. So ließ sich der Halter der Maschine am Computer im Handumdrehen ermitteln. Möller: „Den Fahrer erwartet eine Strafanzeige.“

Erst knapp eine Stunde zuvor hatten dieselben beiden Polizeibeamten in der Gegenrichtung der A21 in Fahrtrichtung Hamburg einen Raser erwischt. In Höhe der Anschlussstelle Leezen stoppten sie einen Motorradfahrer. Auch seine Geschwindigkeit war gemessen worden. Er kam auf 153 Stundenkilometer, wo nur Tempo 100 erlaubt war. Er kann sich auf eine Anzeige und ein einmonatiges Fahrverbot einstellen. stm

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