8 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Debatte um neue Hort-Gruppe

Mühle in Bad Segeberg Debatte um neue Hort-Gruppe

Die Betreuung von Schulkindern in der Mühle wird ausgebaut – zumindest vorübergehend. Die Stadtvertretung beschloss, eine zusätzliche Hort-Gruppe mit 15 Plätzen einzurichten. Die CDU erreichte per Antrag, dass diese Entscheidung zunächst nur für zwei Jahre gilt.

Voriger Artikel
Bad Bramstedt: Junge trieb leblos im Wasser
Nächster Artikel
Hilfe aus der Ferne für Chinesin

Die Kinder- und Jugendarbeit wurde von der Stadt Bad Segeberg in der Mühle (An der Trave) unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Zu Beginn der Stadtvertretersitzung im Bürgersaal des Rathauses hatte Elternvertreterin Sabine Stürwohldt von der Kita Christiansfelde eindringlich für die Erweiterung der Hort-Plätze geworben. Die Kita ist bereits mit diversen Angeboten in der Mühle ansässig. Vor allem an der Heinrich-Rantzau-Schule gebe es viele Kinder, die im Betreuungsangebot des Elternvereins keinen Platz finden und nach dem Ende des Unterrichts eine andere Anlaufstelle brauchen, weil die Mütter und Väter berufstätig sind. Sabine Stürwohldt warnte davor, das Thema zu verschieben. „Die Eltern brauchen Planungssicherheit. Bitte treffen Sie heute eine Entscheidung!“

 Bis dahin war es aber ein weiter Weg. Die Stadtvertretung scheute sich, die Erweiterung unbefristet zu beschließen – zumal es private Träger gibt, die zusätzliche Betreuungsangebote machen wollen. Da sich deren Start aber noch länger hinzieht, will die Stadt eine Übergangslösung schaffen.

 Die Grünen sorgten sich allerdings um den Jugendtreff in der Mühle. Er leide ohnehin unter den wachsenden Kita- Angeboten in dem Gebäude. Fraktionsvorsitzende Annelie Eick regte daher an, eine Unterbringung des neuen Horts in der früheren Hausmeisterwohnung der Rantzau-Schule zu prüfen. Dort sei genug Platz – und man könne sogar Essen ausgeben.

 Bürgermeister Dieter Schönfeld versprach, diese Option abklopfen zu lassen und sie mit dem Schulverband, der Träger der Rantzau-Schule ist, zu beraten. Das hätte aber zu keiner schnellen Lösung schon für das neue Schuljahr geführt. Schönfeld: „Mir liegt daran, dass wir heute die Zusage kriegen, wir können den Hort einrichten und den Eltern helfen.“

 Die CDU sperrte sich vor allem gegen die im Beschluss enthaltene Besetzung einer vollen Planstelle für den Hort. Petra Krögers Argumentation: Für 25 Wochenstunden Hort-Betreuung braucht man keine 40-Stunden-Kraft. Es folgte ein hitziger Schlagabtausch der Fraktionen.

 Schönfeld schlug daraufhin vor, die Formulierung so zu ändern, dass nur eine „normgerechte Betreuung“ der Kinder personell sichergestellt werden muss - sprich: dass in der Belegschaft der Kita genügend Leute zur Besetzung des Horts vorhanden sein müssen. Damit konnte sich auch die CDU anfreunden - und der Beschluss ging durch. 19 Stadtvertreter waren dafür, drei vom BBS votierten dagegen, Thomas Krüger (Die Unabhänhige) enthielt sich.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3