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Heiße Töne in Bramstedt

18. Internationales Musikfest Heiße Töne in Bramstedt

Die Sahara-Winde vom Süden hinterließen beim 18. Internationalen Musikfest ihre Spuren. Anders als bei den meisten Festen zuvor, machten sich Publikum und Musiker deutlich rar am Sonnabend auf dem Bleeck – gefeiert wurde trotzdem.

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Nicht nur optisch setzte die FDF Pipeband aus Frederikshavn (Dänemark) einen Kontrapunkt. Mit ihren Dudelsäcken sorgten sie auch für ungewohnte Klänge.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Auch die große Begrüßung der Nationen auf der Schlosswiese hatte nur wenige Zuschauer. Bei sengender Sonne und über 30 Grad Celsius war es wahrlich ein zweifelhaftes Vergnügen auf der Schlosswiese. Acht Nationen mit über 30 Musikgruppen und Orchestern hatten sich zum Fest angemeldet. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach harrte tapfer in dunklem Anzug auf seinem Podest aus, begrüßte alle acht Nationen in der Landessprache. „Das macht er wirklich gut, unsere Stadt repräsentiert er ausgezeichnet“, meinte ein Zuhörer. Die Flaggen wurden gehisst, dazu spielte das gastgebende BT-Orchester die Nationalhymnen.

 Offizieller Beginn des Musikfestes war am Freitagabend das Eröffnungskonzert. Einerseits ging es im Kurhaustheater hochoffiziell zu: Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt hielt eine Festansprache, in der sie betonte: „Musik bedeutet Frieden.“ Andererseits blieb es angenehm formlos: Die Musiker des 1. Europäischen Jugendorchesters saßen in verschiedenen Uniformen durcheinander oder in zivil an ihren Instrumenten, Zuhörer hockten in den geöffneten Notausgängen am Boden. Was auch als Nothilfe zu verstehen war, denn das Bramstedter Kurhaustheater glich am Freitagabend eher einem Backofen als einem Konzertsaal.

 Das 1. Europäische Jugendorchester war vom früheren Chef des BT-Orchesters Bad Bramstedt, Walter Kruse, schon in den 60er Jahren gegründet worden. 25 junge Musiker aus fünf Nationen probten eine Woche lang gemeinsam in Bad Bramstedt mit dem niederländischen Dirigenten Boris Jansen. Das Ergebnis dieser Woche stellten sie geladenen Gästen im mehr als vollem Theater vor. Songs von Phil Collins, ein Choral und ein Marsch standen auf dem Programm. Als Einlage bedankten sich die Organisatoren des Jugendorchesters, Lena Kruse und Marvin Voß, bei Jansen für die gemeinsame Arbeit.

 Fünf Musiker wurden beim Eröffnungskonzert ganz besonders geehrt: Die Bramstedter Jürgen Gnüge, Klaus Hamann und „Mister Musikfest“ Peter Endrikat sowie Ole Saugdahl aus Oslo und Ton Ruthjes aus Arnheim in den Niederlanden sind von Anfang an dabei. Sie spielten seit 50 Jahren bei allen 18 internationalen Musikfesten in Bad Bramstedt mit.

 Was am Tag wegen der Hitze etwas zu kurz kam, wurde nachts nachgeholt. Vor allem im Festzelt gab es internationale Partystimmung, der Zapfhahn kam nicht zur Ruhe. Aber: „Es gab keine Vorkommnisse, alles hat sich völlig friedlich abgespielt“, sagte Sebastian Biallas von der Polizeistation Bad Bramstedt. Bis 1 Uhr nachts durfte ausgeschenkt und Musik gespielt werden.

 Der Bereitschaftsdienst des Deutschen Roten Kreuzes war mit sieben Erst-Helfern tagsüber im Einsatz. „Wir hatten vor allem mit Kreislaufproblemen zu tun wegen der Hitze“, sagte Bereitschaftsleiterin Inga Böttger. Nachts im Festzelt wurden die Rot-Kreuzler dann von speziell ausgebildeten Security-Leuten abgelöst.

 Und die Feuerwehr war auch im Einsatz: Sie hatte eine Wasserkanone auf dem Bleeck aufgebaut – ein Riesenspaß für die pitschnassen Kinder.

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