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Muskelspiel mit Mr. Universum

Kaltenkirchen Muskelspiel mit Mr. Universum

Markus Schierloh aus Bremen, der amtierende Mister Universum, gilt als einer der derzeit weltbesten Bodybuilder. In einem Kaltenkirchener Fitnessstudio gab der 38-Jährige eine Autogrammstunde. Zu seiner Ernährung scherzte er: „Ich esse alles was fliegt, schwimmt und wenig Fett enthält.“

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Nach der Autogrammstunde trainierte Mister Universum Markus Schirloh seine gewaltigen Muskelpakete in Kaltenkirchen noch an Geräten. Dabei durfte Mitarbeiter Arne Potapski assistieren.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Muskeln hart wie Beton, kein Gramm Fett auf dem durch jahrelanges Training gestählten Körper und ein wacher Blick: Bestens aufgelegt plauderte Schierloh über seine Karriere. Die Wahl des Mister Universum war im November in Norderstedt. Dort traten 30 Bodybuilder aus 26 Nationen an. Ausrichter war der NAC, einer von einer Handvoll internationalen Bodybuilder-Verbänden, die jeweils einen „Mr. Universum“ wählen.

 „Es hat fast eine Woche gedauert, ehe ich den Sieg mental verarbeitetet hatte“, erklärte der ledige Champion. Seine Leidenschaft fürs Bodybuilding entdeckte der 1,85 Meter große Leistungssportler im Alter von zwölf Jahren. „Ich war schlank und auf der Suche nach einer Sportart, bei der ich Muskeln aufbauen konnte.“ Schon bald zeigte das regelmäßige Training mit Gewichten und anderer Ernährung Wirkung. Mit 18 Jahren nahm er erstmals an einem Wettbewerb teil und gewann auf Anhieb die norddeutsche Juniorenmeisterschaft. Kurz darauf legte er eine zehnjährige Pause ein und hielt sich mit Kickboxen und anderen Kampfsportarten fit.

 „Ein guter Freund, selbst Bodybuilder, ermunterte mich, mit dem Bodybuilding weiterzumachen. Seitdem bin ich wieder ununterbrochen dabei“, erzählte Schierloh. Neben regelmäßigem Training sei eine ausgewogene Ernährung ein wichtiger Baustein für den sportlichen Erfolg. Zu Geflügel und Fisch gibt es manchmal Reis, aber vor allem viel, viel Gemüse und ein wenig Obst. Durst löscht er mit Wasser, frischgepressten Obstsäften sowie einem von ihm selbst entwickelten Proteinpulver auf Sojabasis, das zusätzlich zum Muskelaufbau führt. Hin und wieder gönne er sich auch mal eine Pizza oder eine deftige Mahlzeit, doch das sei eher die Ausnahme, erzählt er. Zum Frühstück gibt es häufig einen ebenfalls von ihm entwickelten sogenannten Aufladekuchen: Die wichtigsten Bestandteile sind Reis, sechs Eiklar, ein Eigelb sowie Magerquark und Rosinen. Die zusammengerührten Zutaten gießt er in eine Auflaufform und schiebt diese bei 180 Grad in den Backofen. „Ein echter Energieschub“, versichert der Bremer. Ein weiterer ganz wichtiger Baustein sei tägliche Trainingsdisziplin. Denn aufgebaute Muskelmasse könne sich bei längeren Pausen innerhalb von nur vier Wochen wieder abbauen.

 Heute verdient Schierloh, der nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte, seinen Lebensunterhalt als Personal-Trainer für Privatpersonen, Firmen und Vereine sowie in Fitnessstudios. Zusätzliche Einnahmen bringen Honorare für Autogrammstunden sowie Preisgelder bei nationalen und internationalen Wettkämpfen rund um den Globus. Professionelle Bodybuilder, die erfolgreich an internationalen Wettbewerben teilnehmen, könnten alleine durch Preisgelder zwischen 100000 und 250000 US-Dollar im Jahr verdienen. Doch der Ruhm habe auch seine Schattenseiten, sagte Schierloh. Mehrfach sei er für jemanden aus dem Rotlichtmilieu gehalten worden. Auch die Suche nach passender Kleidung sei oft nicht einfach. Bei einem Oberarmumfang von mehr als 50 Zentimetern passt nicht viel. Das gilt auch für Jeans und andere Hosen.

 Ein Leben ohne Bodybuilding ist für den 38-Jährigen unvorstellbar. Seinen eigenen Körper sieht er als Gesamtkunstwerk.

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