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Moderatorin ging an die Grenzen

Exotische Tiere in Wakendorf II Moderatorin ging an die Grenzen

Diesen Nachmittag dürfte NDR-Welle-Nord-Hörfunkreporterin Maja Herzbach mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Die Moderatorin der Radiosendung „Wünsch Dir Deinen NDR“ war im Auftrag ihres Senders mit ihrem Team zu Besuch bei Reptilienfreund Rainer Milde. Dort hieß es: Ruhig durchatmen, Fluchtinstinkt ausschalten und ran an Schlangen und Vogelspinnen!

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NDR-Moderatorin Maja Herzbach hatte anfangs große Bedenken, als ihr Rainer Milde seine exotischen Tiere in Wakendorf II zeigte. Ein Pflichtnummer war die Fütterung von Krokodildame Brunhilde.

Quelle: Alexander Christ

Wakendorf II. Der 57-jährige Flugzeugmechaniker hatte sich einen NDR-Besuch in seinem Einfamilienhaus in Wakendorf II gewünscht. Dort wohnt er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sylvia Miethe – sowie mehreren Hundert Insekten, 70 Schlangen, 40 Vogelspinnen, zwei Steppenwaranen und einem afrikanischen Strumpfkrokodil. Was Maja Herzbach und ihre Kollegen in Mildes Privatzoo erlebten, wird am Sonnabend ab 10.10 Uhr als Hörfunkreportage bei NDR Welle Nord gesendet.

 „Ich habe mich beworben, um mein Hobby einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, sagte Milde. „Viele Menschen ekeln sich vor Schlangen, Echsen, Reptilien, Insekten und Spinnen. Ich hoffe, dass diese Reportage hilft, solche Ängste und Vorurteile abzubauen.“

 Ängste hatte zunächst auch Maja Herzbach. „Heute gehe ich über meine Grenzen, aber nur wenn Sie an meiner Seite bleiben, Herr Milde“, sagte sie und folgte dem Hausherrn hinunter in den Keller. Dort tummeln sich die Exoten bei 28 Grad konstanter Raumtemperatur. Sicher abgeschirmt hinter dicken Glaswänden in ihren Terrarien. Das Spektrum der Schlangen reicht von einer nur wenige Zentimeter langen Babyschlange, einer mexikanischen Bergkönigsnatter, bis hin zu einer dreieinhalb Meter langen und mehr als 20 Kilogramm schweren Netzpython.

 Ganz schön mulmig wurde es der NDR-Mitarbeiterin, als ihr Milde die 2,80 Meter lange Boa constrictor Buffy über die Schultern legte. Die zwölf Kilogramm schwere Würgeschlange schlängelte sich sogleich um Herzbachs Hüften und Arme. „Herr Milde, ich hoffe, Sie wissen, was sie tun“, flüsterte die Reporterin mit leicht zittriger Stimme. Doch Milde und Buffy blieben entspannt. Diese Ruhe übertrug sich dann auch allmählich auf Herzbach, die sich zunehmend für die Schlange begeisterte. „Buffy fühlt sich richtig gut an. Ganz weich und warm.“.

 Nicht auf Tuchfühlung gehen wollte sie hingegen mit Mildes nächster Mitbewohnerin, die in einem kleinen Teich lebt. „Das ist Brunhildes Refugium“, erklärte er und zeigte auf sein rund 1,50 Meter langes afrikanisches Strumpfkrokodil. Er forderte die NDR-Mitarbeiterin auf, Brunhilde wenigstens aus der Distanz zu füttern und reichte ihr eine Teleskopstange, an deren Ende eine Greifzange befestigt war. Damit fixierte Milde ein totes Küken und Maja Herzbach wedelte es vor Brunhildes Nasenlöchern hin und her. Die Reaktion des Krokodils ließ nicht lange auf sich warten. Im Bruchteil einer Sekunde schoss ein weit aufgerissenes Maul aus dem Wasser, und das Küken war weg. Am Schluss des rund zweistündigen Aufenthalts durfte Maja Herzbach noch zahlreiche Vogelspinnen streicheln.

 Rund 400 Euro Energiekosten für die zahlreichen Wärmelampen in den Terrarien sowie weitere 400 Euro für Futter gibt Milde pro Monat für sein Hobby aus. Angst, von einem seiner Lieblinge gebissen zu werden, hat er nicht. „Sogar unsere Schlafzimmertür wird nachts nicht abgeschlossen“, versicherte er.

 Seine Leidenschaft für Reptilien und andere exotische Tiere entdeckte Milde 1998. „Mit einer Vogelspinne fing alles an. Dann kamen nach und nach immer mehr Arten dazu. Ich bin fasziniert von der Ruhe, die von den Tieren ausgeht. Sie überträgt sich automatisch auf mich.“

 Einen Videoclip über Maja Herzbachs Begegnung mit Brunhilde, Buffy und anderen Exoten aus Mildes Reptiliensammlung gibt es unter www.ndr.de/wuensch_dir_deinen_ndr/Es-schleicht-krabbelt-und-kribbelt,reptilien104.html zu sehen.

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