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Opernbühne Rennkoppel

„Nabucco“ in Bad Segeberg Opernbühne Rennkoppel

Wenn in knapp einer Woche der Chor der Hebräer einsetzt, um das Schicksal der Israeliten zu beklagen, dann können gut 1000 Zuschauer auf der Rennkoppel ein Spektakel erleben, das es dort noch nicht gegeben hat: Die polnische Oper Bytom führt Verdis Oper „Nabucco“ unter freiem Himmel auf.

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Andrij Shkurhan singt den Titelhelden „Nabucco“.

Quelle: Frank Peter

Bad Segeberg. Rund zwei Stunden lang kann sich das Publikum verzaubern lassen von der alttestamentarischen Geschichte um den Babylonierkönig Nebukadnezar, genannt Nabucco, der Jerusalem eingenommen hat und danach für viel Wirbel und Intrigen sorgt.

 Die Aufführung am Dienstag, 9. August, ist Teil einer Deutschland-Tournee mit gut 30 Konzerten. Für Produzent Michael Kmoch und die künstlerische Leiterin Melinda Thompson aus Kiel eignet sich gerade diese Oper, in der Originalsprache Italienisch dargeboten, hervorragend für eine Aufführung unter freiem Himmel. „Sie enthält Trubel ebenso wie intime Momente. Dazu passen die Natur und die schöne Umgebung, also die Konzentration auf mehr als nur eine Theaterbühne“, sagte Thompson auf einer Pressekonferenz im Rathaus. „Wir wollen den Menschen schöne Erinnerungen verschaffen“, ergänzte Produzent Kmoch: „Spätestens wenn der Gefangenenchor ertönt, sind die Leute glücklich.“ In dem berühmten Chor beklagen die Hebräer, zur harten Arbeit verdammt, ihr „schönes und verlorenes Heimatland“ („Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen“).

 Verdi (1813 – 1901) schrieb die Oper, die zu seinen bekanntesten zählt, im Jahr 1841; ein Jahr später wurde sie im Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt. König Nabucco belagert die Stadt Jerusalem, deren Einwohner unter Hohepriester Zacharias um Gottes Schutz beten. Fenena, Nabuccos Tochter, soll ihnen als Geisel dienen. Sie und Abigaille, die vermeintlich Erstgeborene Nabuccos, verlieben sich beide in Ismael, den Neffen von Jerusalems König Sedecia. Es folgt ein dramatisches Spiel um Liebe und Macht, das damit endet, dass Nabucco zunächst wahnsinnig und später durch Bekehrung zum Gott der Hebräer wird.

 Die Oper Bytom (Leitung: Tadeusz Serafin) zählt neben Lodz und Warschau zu den bedeutendsten Häusern in Polen. „Sie macht hervorragende Arbeit“, lobte Produzent Kmoch, der seit 40 Jahren im Fach tätig ist und bereits mehrfach „Nabucco“-Aufführungen betreut hat. Am Morgen des kommenden Dienstag wird die überdachte Bühne aufgebaut und direkt nach dem Konzert wieder abgebaut. Nur bei Starkregen oder schweren Gewittern müsse die Aufführung abgebrochen werden, betonte Kmoch. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld, der die Schirmherrschaft übernommen hat, zeigte sich zuversichtlich: „Ich hoffe doch sehr, dass ich keinen Schirm brauche.“

 Die Karten kosten 44, 54 und 59 Euro (Kinder je 10 Euro weniger). In allen drei Kategorien herrscht freie Platzwahl. Erhältlich sind die Tickets unter anderem im SZ-Media Store (Hamburger Straße 26, Telefon: 04551/9040) sowie beim Veranstaltungsbüro Paulis aus Braunschweig (Telefon: 0531/335233, E-Mail: info@paulis.de, Internet: www.paulis.de). Einlass ist ab 19 Uhr.

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