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Zwei Schuldiebe gefasst

Bad Segeberg Zwei Schuldiebe gefasst

Schneller Ermittlungserfolg für die Bad Segeberger Polizei: Nur wenige Stunden nach einem ungewöhnlich dreisten Diebeszug im Städtischen Gymnasium konnten noch am Mittwochnachmittag zwei Jugendliche als mutmaßliche Täter festgenommen werden.

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Auch Dank des Hinweises zweier Schülerinnen konnten zwei Diebe gefasst werden, die nach einem Feueralarm im Städtischen Gymnasium auf Beutezug gegangen waren.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Wie Nico Möller, Sprecher der Polizeidirektion Segeberg, am Donnerstag berichtete, handelt es sich dabei um einen 14- und einen 15-Jährigen, beide aus Lübeck. Nach dem dritten Komplizen, der am Steuer des Fluchtfahrzeugs gesessen hatte, wird derzeit noch gefahndet.

 Als äußerst hilfreich erwiesen sich bei der Suche nach den Dieben, die in dem Gebäudekomplex an der Hamburger Straße gegen 11.20 Uhr zunächst einen Feueralarm ausgelöst und anschließend die komplett verwaisten Klassenräume durchsucht hatten, offenbar die Beobachtungen zweier Gymnasiastinnen. Die Mädchen waren gleich nach der Aufhebung des Alarms zu Schulleiter Frank Ulrich Bähr (der das Ganze zu diesem Zeitpunkt noch für einen dummen Schülerstreich hielt) gegangen und hatten ihm von zwei unbekannten Jungen mit südländischem Aussehen in der Mehrzweckhalle berichtet. Wenig später wurde das Duo dann tatsächlich bei der Flucht gesehen – mit einem roten VW Polo älterer Bauart, in dem der dritte Komplize gewartet hatte.

 „Dank dieser Information wurden die zwischenzeitlich alarmierten Polizeibeamten noch auf ihrer Anfahrt zur Schule auf einen roten Kleinwagen dieses Typs aufmerksam, der mit drei Personen besetzt war, auf die die Beschreibung der Schüler passte“, berichtete Möller weiter. Die Beamten entschlossen sich, das Fahrzeug zu kontrollieren. Der Fahrer des Polos habe jedoch sämtliche Anhaltesignale aus dem Streifenwagen missachtet und Gas gegeben.

 Die kurze Flucht endete in der Wacholderstraße im Gewerbegebiet Rosenstraße, wo der VW Polo abrupt gestoppt wurde: „Drei Türen öffneten sich, und die drei Insassen verließen das Fahrzeug bei laufendem Motor und setzten ihre Flucht zu Fuß fort.“ Bei der Verfolgung konnten die Polizisten einen der drei jungen Männer stellen und in den Streifenwagen verfrachten. Bei diesem Festgenommenen handelt es sich laut Möller um den 14-Jährigen aus der Hansestadt Lübeck.

 Gegen 15 Uhr erfolgte im Rahmen einer intensiven Fahndung durch die Ordnungshüter dann die zweite Festnahme. Zwei Polizisten in Zivil entdeckten den 15-Jährigen in der Burgfeldstraße am ZOB, legten ihm Handschellen an und überstellten ihn der Kriminalpolizei Segeberg. Deren Ermittlungen, insbesondere auch zu der dritten Person, dauern an. Zumindest könnte der Gesuchte im Auto verwertbare Fingerabdrücke hinterlassen haben.

 Nach ihrem Fahndungserfolg stellten die Beamten das Fluchtfahrzeug sicher und entdeckten in dem Polo allerlei vermeintliches Diebesgut – unter anderem mehrere Handys sowie Bargeld, das im Neubau des Städtischen Gymnasiums aus den Taschen und Jacken der Schüler entwendet worden war. Im Rahmen weiterer Recherchen kam dann auch noch heraus, dass der genutzte VW Polo erst am Montag dieser Woche an der Ostsee in Scharbeutz als gestohlen gemeldet worden ist.

 Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit den Diebstählen in der Schule am Burgfeld, dem ehemaligen Schulzentrum, gibt. Dort waren unbekannte Täter am selben Vormittag während der 5. Schulstunde in die Umkleideräume der Sporthalle eingedrungen und hatten zunächst unbemerkt unter anderem Geld und etliche teure Mobiltelefone gestohlen.

 Die Kriminalpolizei Bad Segeberg bittet daher um weitere Zeugenhinweise. Etwaige Beobachtungen oder sonstige Auffälligkeiten können den Beamten jederzeit unter der Telefonnummer 04551/8840 mitgeteilt werden.

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