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Markt wieder am Bleeck

Bad Bramstedt Markt wieder am Bleeck

Generalprobe gelungen: Nach einem halben Jahr ist der Bad Bramstedter Wochenmarkt wieder da, wo er nach landläufiger Meinung hingehört: mitten in der Stadt. Am Sonnabend bauten die Händler ihre Stände zum ersten Mal wieder auf dem Bleeck auf – das Zwischenspiel am Bahnhof ist beendet.

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Gemüsehändler Rolf Harder moniert zwar die wenigen Parkplätze, ist aber froh, dass der Markt endlich wieder auf dem Bleeck in Bad Bramstedt stattfindet.

Quelle: Jann Roolfs

Bad Bramstedt. Ganz fertig ist der Umbau von Bad Bramstedts Zentrum noch nicht: Wo am Sonnabend die Transporter der Marktbeschicker standen, sollen Sitzbänke aufgestellt werden. Und der ganze Markt wird sich noch um gute 20 Meter in Richtung Roland verschieben; aber bisher liegen auf dem Streifen an der Nordseite des Platzes noch Materialien und Werkzeuge für die letzten Arbeiten. Wenn die Bauarbeiter abgezogen sind, wird es für die Händler auch einfacher, mit ihren Fahrzeugen zum Markt und wieder weg zu kommen, dann wird der Platz in Richtung Volksbank geöffnet. Bisher stehen nur Zufahrten an der Altonaer Straße und in der Nordostecke des gepflasterten Platzes zur Verfügung.

 Neues schafft Unruhe, das merkt auch Marktmeister Herbert Ohlhoff. Während er zwischen den Buden steht, spricht ihn eine Anwohnerin an. Sie weist darauf hin, dass kein Platz für Taxis am Westrand des Platzes frei geblieben sei. Schimpfend zieht sie ab; Ohlhoff zückt seinen Plan: Darauf ist kein Halteplatz für Taxis verzeichnet. Er zuckt mit den Achseln.

 Das Aufbauen auf dem Bleeck habe frühmorgens „reibungslos“ funktioniert, die Marktbeschicker seien offen für Veränderungen, lobt Ohlhoff. Für ihn ist dieser erste Markt wieder auf dem Bleeck ein „Probeaufbau“, und der hat soweit geklappt. „Ich bin froh dass der Markt wieder hier ist“, sagt er. Am Bahnhof habe es zwar mehr Parkplätze gegeben: „Aber die Masse der Kunden kommt per Rad und zu Fuß“.

 Das Parken war am Bahnhof einfacher, das merken auc andere Beschicker an. Auch Gemüsehändler Rolf Harder aus Wiemersdorf moniert das. Aber der Platz selbst gefällt ihm auf dem Bleeck: „Das ist schön glatt jetzt.“ Sein Fazit: „So ist das wieder ganz gut.“ Honighändlerin Heidi Butenschön aus Plön stimmt zu: Sie beurteilt die Rückkehr auf den Bleeck als „eigentlich ganz gut“. Am Sonnabendmorgen stört sie sich am Regen: „Das Wetter ist schlecht, sonst würde das wohl besser laufen.“

 „Schön, dass er wieder hier ist.“ Gemüsehändler Uwe Seismann aus Rendswühren freut sich über den Umzug. Den Aufbau auf dem Platz findet er allerdings verbesserungswürdig. „Zu viel Niemandsland zwischen den Budenstraßen“, lautet sein Urteil. Den Belag findet er angenehm: „Kannst meist mit Puschen hier laufen.“

 Bärbel Widderich kauft an jedem Sonnabend auf dem Wochenmarkt ein. Sie hat ihr Uhren- und Schmuckgeschäft gleich am Bleeck und ist heilfroh, dass der Markt zurückkehrt: „Es war ja kein Leben mehr auf dem Bleeck.“ Dass der Platz „nicht mehr so hoppelig“ ist, findet sie „super“.

 „Hier habe ich mehr Kundschaft“, sagt Geflügelhändlerin Elke Koch aus Wasbek. Sorgen bereitet ihr noch das Rangieren mittags: Um ihren großen Wagen vom Platz zu holen, muss eine Zugmaschine vorgespannt werden. So, wie das im Moment mit den Zufahrten aussieht, werden die Wasbeker damit wohl warten müssen, bis alle anderen Händler weg sind, fürchtet Koch.

 „Großzügiger und übersichtlicher“ sei der Markt am Bleeck, sagt Jürgen Bätcke aus Hitzhusen. „Keine Parkplätze“, das ist ein Problem, findet seine Begleiterin Gudrun Haack. Für die beiden gehört es zum Sonnabend dazu, um halb neun auf den Markt zu gehen. „Den Aufschnitt zum Frühstück holen“, erklärt Bätcke. „Das ist eine Zeremonie“, sagt Gudrun Haack.

 „Der Wochenmarkt gehört in den Stadtkern“, da gibt es für den Bramstedter Blumenhändler Hartmut Stoffers keine zwei Meinungen. Aber der neue Belag auf dem Bleeck ist für ihn nur eine halbe Sache: „Die hätten auch die andere Hälfte mit Platten auslegen sollen.“ Seine Lebensgefährtin Karin Dettmann schimpft über das Kopfsteinpflaster, auf dem sie ihren Stand aufgebaut haben. Das sei vor allem für ältere Leute mit Rollator schlecht, stimmt Harder zu. Aber: „Wir stehen auch noch nicht da, wo wir hin sollen“, tröstet sich Dettmann. Sie verzeichnet einen klaren Vorteil am Bleeck: Die Toiletten seien am Bahnhof recht weit entfernt gewesen.

 Fischhändlerin Alke Rossen aus Neumünster fand „das oben auch nicht schlecht“. Aber die Leute seien zufrieden, der Umsatz an beiden Standorten gleich. Sie lobt, wie flexibel die Besucher auf die Umzüge des Marktes reagieren: „Die Bad Bramstedter sind sehr angenehme Zeitgenossen.“

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