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Nachfolger für Thönnes gesucht

Bundestagswahl 2017 Nachfolger für Thönnes gesucht

Bunt gemischt ist das Quartett, das Franz Thönnes ablösen will. Vier Männer, alle aus dem Kreis Segeberg, bewerben sich um die SPD-Direktkandidatur im Wahlkeis Segeberg-Stormarn-Mitte: Alexander Wagner, Martin Ahrens, Udo Fröhlich und Mahmut Cinar.

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Der SPD-Abgeordnete Franz Thönnes tritt im Wahlkreis Segeberg-Stormarn-Mitte nicht mehr zur Bundestagswahl an. Für seine Nachfolge als SPD-Kandidaten gibt es vier Bewerber.

Kreis Segeberg. Kurz nachdem Thönnes im Frühsommer entschieden hatte, nach über 20 Jahren 2017 nicht wieder für den Bundestag zu kandidieren, hatte Alexander Wagner (30) aus Westerrade den Hut in den Ring geworfen. Wenig später bekundete Martin Ahrens (38) aus Hüttblek sein Interesse. Nun sind zwei weitere Namen hinzugekommen. SPD-Urgestein Udo Fröhlich und Mahmut Cinar, erst seit 2015 Parteimitglied und aus Norderstedt. Parteiintern spielt Wagner die wichtigste Rolle, Fröhlich ist am umstrittensten.

 Wagner gehört sowohl dem SPD-Kreis- als auch dem Landesvorstand an, war Kreis- und Landesvorsitzender der Jungsozialisten, leitete von 2008 bis 2015 das Wahlkreisbüro von Thönnes und wechselte vor einem Jahr als persönlicher Referent von Minister Reinhard Meyer in das Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie nach Kiel. Er wolle „frischen Wind in den Bundestag bringen“, stehe für „eine klare Politik der Gerechtigkeit mit Ecken und Kanten“, sagt er.

 Udo Fröhlich (Jahrgang 1955) möchte einen „Aufbruch zur Kursänderung“ einleiten. Die „Berliner Genossen“ seien den „neoliberalen Verheißungen auf den Leim gegangen“, stellt er fest. Es sei an der Zeit, sich auf gute Traditionen der Sozialdemokratie zu besinnen. Mit seiner Partei, vor allem mit dem Ortsverein Bad Segeberg, liegt Udo Fröhlich nicht immer auf einem Kurs. Zurzeit arbeitet er als Fraktionsgeschäftsführer für die Piraten im Kieler Landeshaus. Von 1997 bis 2003 war er Bürgermeister in Bad Segeberg, wurde für eine zweite Amtszeit aber nicht wiedergewählt. Innerparteilich scheiterte er 2011 bei dem Versuch, als Abgeordneter für den Landtag kandidieren zu können.

 Wie Wagner sitzt auch Ahrens im Segeberger Kreistag. Außerhalb davon hat er sich politisch noch keinen Namen gemacht. Bekannt machen muss sich auch der Vierte im Bunde, Mahmut Cinar, der erst voriges Jahr in die SPD eingetreten ist und im nächsten Jahr Bundestagsabgeordneter werden will. Der Norderstedter mit familiären Wurzeln in der Türkei will gegen die „relativ starken Mitbewerber“ mit dem Integrationsthema punkten.

 Franz Thönnes aus Ammersbek vertritt den Wahlkreis seit 1994 im Bundestag. Die Bewerber um die Nachfolge stellen sich auf fünf Regionalkonferenzen den Mitgliedern vor, erstmals am Dienstag, 13. September, ab 20 Uhr im Restaurant am Ihlsee in Bad Segeberg. Es folgen Norderstedt (21. September, SPD-Podium), Itzstedt (27. September, Juhls Gasthof), Bargteheide (7. Oktober, Schützenhof) und Kaltenkirchen (12. Oktober, Bürgerhaus). Gewählt wird der Direktkandidat auf einer SPD-Versammlung am 2. November im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg. Er wird den CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann herausfordern, der als Kandidat seiner Partei bereits feststeht. Über die Platzierung auf der Landesliste für die Bundestagswahl entscheidet ein SPD-Landesparteitag voraussichtlich im November.

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