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Nachwuchs für die Politik gesucht

Bad Bramstedt Nachwuchs für die Politik gesucht

Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt sorgt sich, anderthalb Jahre vor der Kommunalwahl, um die Besetzung der Stadtverordnetenversammlung, der sie vorsitzt. „Wir brauchen dringend Leute, die sich für Bad Bramstedt einsetzen wollen“, sagt sie. Viele der Ortspolitiker sind schon im Rentenalter.

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Annegret Mißfeldt ist seit 2003 Bürgervorsteherin. Ein eigenes Büro hat sie nicht. Ihre Dienstgeschäfte erledigt sie entweder zu Hause oder hier, im Büro des Bürgermeisters. Trotz solcher Widrigkeiten macht ihr das Ehrenamt großen Spaß.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Wer die Sitzung des höchsten Entscheidungsgremiums der Stadt regelmäßig besucht, wird schnell feststellen, dass hier die Generation 50plus bei den 25 Stadtverordneten das Sagen hat und nicht wenige auch schon deutlich über 60 sind. Das Durchschnittsalter aller Stadtverordneten beträgt 54 Jahre. Paul Cheglov von den Grünen ist mit 37 Jahren der Jüngste, FDP-Fraktionssprecher Joachim Behm mit 75 der Älteste. Auch Annegret Mißfeldt gehört zu den Senioren. „Ich bin 69 Jahre alt. Ob ich noch einmal kandidieren werde, weiß ich noch nicht“, sagt die Bürgervorsteherin. Sie ist bereits in ihrer dritten jeweils fünfjährigen Amtszeit. Seit zwei Jahren ist sie auch Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes. Die zweite wichtige Person neben ihr in der CDU ist Fraktionssprecher Werner Weiß, der auch schon 67 ist.

 Da in den anderen Parteien ebenfalls einige Pensionäre Mandate haben, könnte 2018 eine deutliche Verjüngung des Stadtparlamentes anstehen. Doch die Frage, ob das gelingt, treibt zurzeit die Bürgervorsteherin um. Schon im September hatten alle Parteien an einem verkaufsoffenen Sonntag einen gemeinsamen Stand aufgebaut, um für die Kommunalpolitik zu werben. Die Parteien müssen für die Wahl jeweils mindestens zwölf Bewerber aufbieten, um die Wahlkreise in der Stadt mit Direktkandidaten besetzen zu können. Vor allem die kleinen Parteien hat das schon oft vor Probleme gestellt.

 „Für die Bad Bramstedter ist unsere Stadt Lebensmittelpunkt und ein geschätzter Wohnort. Während sich junge Familien für Kindergärten und Schulen interessieren, so brennen andere Bürger vielleicht für Einkaufsmöglichkeiten, Nahverkehrsangebote oder für die Versorgung mit Energie und Wasser. Mit diesen und noch vielen anderen Themen beschäftigt sich die Kommunalpolitik vor Ort“, schildert die Bürgervorsteherin das Aufgabenfeld der ehrenamtlichen Stadtverordneten. Es lohne sich, „die Geschicke unserer schönen Stadt zu beeinflussen“.

 Mißfeldt lädt die Bürger ein, an den Sitzungen der politischen Gremien teilzunehmen, um sich selbst ein Bild zu machen. „Sie werden erleben, wie engagiert und offen bei uns diskutiert wird.“ Jeder könne hier vorbringen, was ihm besonders am Herzen liegt.

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Ein Artikel von
Einar Behn

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