12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Gemeinde kaufte Reiterhof

Nahe Gemeinde kaufte Reiterhof

Der Birkenhof – mit Reitsportanlage samt großzügigem Wohnhaus an der Bundesstraße 432 – ist im Besitz der Gemeinde Nahe. Der Kaufpreis beträgt 1,1 Millionen Euro. Es soll dort Gewerbe angesiedelt werden. „Gut zwei Hektar wollen wir an Unternehmen verkaufen“, erklärt der Bürgermeister.

Voriger Artikel
Beschilderung ist „durchdacht“
Nächster Artikel
Bad Segeberg bewegt

Bürgermeister Holger Fischer am Birkenhof, den die Gemeinde Nahe gekauft hat. Neben den Ländereien gehören auch Stallgebäude, ein großzügiges Wohnhaus und mehrere Scheunen dazu.

Quelle: Nicole Scholmann

Nahe. „Nahe ist nicht reich, aber uns geht es auch nicht schlecht“, meinte Bürgermeister Holger Fischer. Einstimmig hatten die Gemeindevertreter für den Kauf des neun Hektar großen Geländes an der Segeberger Straße 16 gebilligt. Um ihn zu finanzieren, wurde ein günstiger Kredit in Anspruch genommen.

 Fischer und seine Kollegen in der Gemeindevertretung haben den Birkenhof aus gutem Grund gekauft. Die Gemeinde will entlang der Bundesstraße B 432 Platz für Gewerbebetriebe schaffen. Man will damit vor allem Firmen, die vielleicht im Ortszentrum zu wenig Platz für ihre Unternehmen haben, Alternativen bieten. „Wir haben bereits Interessenten“, verriet Fischer. Die genauen Pläne - zum Beispiel wie groß die einzelnen Grundstücke werden - will die Gemeindevertretung in Ruhe ausarbeiten, denn „wir wollen alle mit im Boot haben“.

 Außerdem ist geplant, dass der Bauhof der Gemeinde auf dem Birkenhof seinen neuen Platz findet. Fischer kann sich auch gut vorstellen, einen gemeinsamen Bauhof mit den Nachbarn Itzstedt und Kayhude zu betreiben. Damit die Pläne der Ortspolitiker umgesetzt werden können, muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Das werde ab Mitte des Monats in dem zuständigen Ausschuss auf den Weg gebracht, kündigte Fischer an.

 „Wir haben seit dem Jahr 2013 mit den Besitzern über einen Kauf verhandelt“, berichtete der Bürgermeister. Obwohl bereits ein Termin für eine Zwangsversteigerung anberaumt war, konnte die Gemeinde sich mit der Erbengemeinschaft, in dessen Besitz der Birkenhof war, vorher einigen. Der Termin am Amtsgericht Bad Segeberg wurde abgesagt. Nun ist die Gemeinde Besitzer von Wohnhaus (Baujahr 1981), Reithalle, Strohhalle, Scheune, weiteren Unterstellmöglichkeiten und Stallungen mit Platz für fast 100 Pferde sowie einigen Hektar Land.

 Reitlehrer Volker Sierig hat seit 2008 die Reitanlage gepachtet. Zurzeit sind 20 Vierbeiner dort untergebracht. „Ich gebe hier Unterricht und übernehme auch den Beritt von jungen Pferden“, sagte er. Zwar sei in den Stallgebäuden Platz für viel mehr Ponys und Pferde - allerdings reichen laut Sierig die Weideflächen nicht. „Die Besitzer wollen gerne, dass ihre Tiere möglichst den ganzen Tag im Gras stehen. Das geht hier nicht. Dafür haben wir leider nicht genug Platz.“

 Vor etlichen Jahren war der Birkenhof noch Treffpunkt für zahlreiche Pferdesportler, regelmäßig fanden dort große Turniere statt. „Hier war richtig was los“, erinnerte Fischer sich. Diese Zeiten sind aber lange vorbei. Die Mehrzahl der Pferdeboxen steht leer und alles ist etwas eingestaubt. Dennoch: Die Substanz ist gut. Der Gemeindechef ist überzeugt davon, dass sich Nutzer für die Gebäude finden. Zunächst soll der Pachtvertrag mit Sierig weiterlaufen wie bisher. Am 1. Oktober ist die offizielle Übergabe des Birkenhofes an den neuen Besitzer, die Gemeinde Nahe, geplant.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3