19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Wird aus zwei Orten einer?

Nahe und Itzstedt Wird aus zwei Orten einer?

Die Gemeinden Itzstedt und Nahe diskutieren Vor- und Nachteile einer Fusion zur Großgemeinde. Die Kommunalpolitiker haben sich von Fachleuten beraten lassen, es müssten viele Fragen geklärt werden. Eine Informationsveranstaltung für die Bürger soll folgen.

Voriger Artikel
Fassungslosigkeit nach Bluttat
Nächster Artikel
Haftbefehl gegen 19-Jährigen erlassen

Nahe (vorn) und Itzstedt (oben) liegen eng beieinander. Über eine Fusion wird diskutiert.

Quelle: Gerhard Küfner

Itzstedt Nahe. Die Gemeindevertreter von Itzstedt und Nahe haben sich auf Gespräche über eine mögliche Fusion der beiden Gemeinden verständigt. Zuvor hatten sich die Kommunalpolitiker bei einem Verwaltungsexperten und Vertretern der Gemeinde Oeversee – diese setzt sich aus den früheren Einzelgemeinden Oeversee und Sankelmark zusammen – über den Prozess einer Zusammenlegung informiert. Um den Bürgern ebenfalls die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren, soll die Veranstaltung für die Öffentlichkeit wiederholt werden.

An erster Stelle steht für Itzstedts Bürgermeister Peter Reese der Wunsch der Bürger. „Die rechtliche Seite ist das eine, aber der Wille der Bürger zur Fusion muss an erster Stelle stehen“, sagte Reese im Gespräch mit der Segeberger Zeitung. „Ich will mir nicht anmaßen, darüber eine Entscheidung zu fällen."

Welche Bereiche von einer Zusammenlegung berührt wären, haben sich die Kommunalpolitiker von Nahe und Itzstedt von Klaus-Dieter Dehn, Kommunalberater aus Kiel, und dem Oeverseeer Bürgermeister Ralf Bölck sowie dem Leitenden Verwaltungsbeamten des Amts Oeversee, Horst Rudolph, erklären lassen. Die heutige Gemeinde Oeversee ist 2008 aus zwei ehemals eigenständigen Kommunen entstanden. Voraussetzungen für eine Zusammenlegung sind Vorteile, die beide Gemeinden erlangen würden. Mit Blick auf Itzstedt und Nahe könnten das etwa eine gemeinsame Bauleitplanung sein oder eine höhere Präsenz in übergemeindlichen Gremien, erklärte Reese. So sei denkbar, gemeinsame Wohn- oder Gewerbegebiete auszuweisen.

Für die Aufnahme von so genannten Grenzänderungsverhandlungen seien zunächst Vorgespräche mit der Kommunalaufsicht und dem Amt sowie Beschlüsse der Gemeindevertretungen nötig. Anschließend sollten die Einwohner informiert werden, bevor die Verhandlungen starten. Danach müssten die Gemeinderäte wieder – diesmal übereinstimmend – einen Beschluss fassen. Das Verfahren würde vermutlich mindestens drei Jahre in Kauf nehmen, viele knifflige Fragen seien zu klären, sagte der Itzstedter Bürgermeister. Sein Amtskollege, Bürgermeister Holger Fischer aus Nahe, sieht viele Vorteile in einer Zusammenlegung der Gemeinden. „Durch Synergieeffekte könnte wir viel Arbeit einsparen“, sagte Fischer.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3