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SPD hält am Stadtbus fest

Nahverkehr in Bad Segeberg SPD hält am Stadtbus fest

Sozialausschussvorsitzender Jens Lichte (SPD) macht deutlich, dass seine Partei eine Quasi-Abschaffung des Stadtbusses nicht mittragen wird: „Er ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte.“ Die CDU will, dass diese Aufgabe ab 2020 nicht mehr die Stadt, sondern der Kreis Segeberg übernimmt.

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Noch bis mindestens Dezember 2020 fährt der Stadtbus durch Bad Segeberg. Die SPD will das Angebot erhalten.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Die Kommune hatte diese Aufgabe, die laut Gesetz beim Kreis angesiedelt ist, im Jahr 2001 freiwillig geschultert, um einen Stadtbusverkehr nach eigenen Vorstellungen aufbauen zu können.

 Der frühere „Stadtverkehr“, den der Kreis organisiert hatte, sei pro Jahr nur von 90000 Fahrgästen genutzt worden, erklärt Lichte. „Im Jahr 2016 hatten wir 365000 Nutzer.“

 Im vergangenen Jahr hat die Stadt ein Defizit von 520000 Euro eingefahren – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Kommune in einer finanziell derart prekären Lage wie Bad Segeberg könne sich solch eine freiwillige Aufgabe nicht leisten, argumentiert die CDU. Daher müsse nun wieder der Kreis übernehmen, auch wenn das Angebot an die Fahrgäste mit Sicherheit deutlich weniger komfortabel würde.

 Das glaubt auch die SPD – und will die Rückgabe an den Kreis daher unbedingt verhindern. Das bestehende Streckennetz, in dem jeder Bad Segeberger Einwohner höchstens 400 Meter bis zur nächsten Haltestelle gehen muss, habe sich bewährt. „Der Stadtbus ist für alle erschwinglich, und wir wollten den Parksuchverkehr in der Innenstadt minimieren.“

 Es dürfe nicht vergessen werden, betont der Sozialausschussvorsitzende, dass vor allem ältere Menschen den Stadtbus nutzen und bei der Teilhabe am öffentlichen Leben mitunter auf dieses Angebot angewiesen sind. Lichte: „Das ist wirklich eine soziale Komponente. Es gibt Leute, die fahren mit dem Bus, um kommunizieren zu können.“

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