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„In der Natur sind Regeln nötig“

Naturschutz im Kreis Segeberg „In der Natur sind Regeln nötig“

Auf Kreisebene ist Hans Peter Sager aus Strukdorf Naturschutzbeauftragter. Er möchte dazu beitragen, dass die Tier- und Pflanzenwelt geschützt wird und dass die Menschen dennoch die Schönheit der Natur genießen können – geordnet und nach bestimmten Regeln.

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Hans Peter Sager (Mitte) gab seinen Naturschutzbericht ab. Axel Timmermann (links) ist Fachdienstleiter der Unteren Naturschutzbehörde und Jan Peter Schröder (rechts) als Landrat dessen Chef.

Quelle: Andrea Hartmann

Kreis Segeberg. „Ziel soll sein, den Bürgern die Schutzgebiete geführt zu zeigen“, betonte Sager in seinem Jahresbericht 2015. Doch dafür seien Regelungen nötig wie zum Beispiel Beschilderungen, was in Wäldern, Moorgebieten oder auf freien Flächen zu sehen, aber auch zu schützen ist. „Es kann ja nicht sein, dass man im Tarbeker Moor spazieren geht und plötzlich einem Jungkranich auf den Kopf tritt“, verdeutlichte Sager.

 Auch hält er ein freies Betretungsrecht der unbestellten Feldmark für bedenklich, wie sie die geplante Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes vorsieht : „Nicht jeder Spaziergänger kann sehen, ob ein Feld bestellt ist oder ob er die Tierwelt stört.“ Besonders problematisch findet er, dass mit einer großzügigeren Öffnung von privaten Feldwegen Cross-Fahrern, Reitern oder Hundebesitzern „die Tür geöffnet wird“. Eine Lösung könnten Zäune oder Verbotsschilder sein. Doch ganz so einfach sei das nicht, wie Axel Timmermann, Fachdienstleiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises erläuterte. Denn das Betretungsrecht von Privatwegen sei recht diffizil und erfordere das Einbeziehen vieler Aspekte.

 Im Kreis Segeberg gibt es derzeit 28 Schutzgebiete, Flora-Fauna-Habitat-(FFH-)Gebiete genannt. Naturschutzbeauftragter Sager arbeitet mit anderen Beteiligten daran, genaue Grenzen für diese Gebiete abzustecken, so zum Beispiel für das FFH-Gebiet Travetal, das sich vom Wardersee bis nach Bebensee und über die Kreisgrenzen hinaus erstreckt. Dabei gibt es viel zu bedenken. So müssen unter anderem Grundbesitzer einbezogen und Listen erstellt werden, welche Tiere und Pflanzen es in dem Gebiet gibt: „Das ist manchmal mühselig“, erklärte Sager.

 Überhaupt sei seine Arbeit ausfüllend, wie Sager schilderte. Dazu gehören Behördenbesuche und Stellungnahmen zu Flächennutzungs- oder Bauplänen, Ortstermine in Schulen oder bei Privatpersonen sowie Vorträge über Naturschutz, zum Beispiel auf Vereinsversammlungen.

 Sehr am Herzen liegt Sager die Aktion „Baum des Jahres“. Er wird von der gleichnamigen bundesweiten Stiftung benannt, deren Vorsitzender Dr. Silvius Wodarz lange in Wahlstedt wohnte. Seit 2004 wird der Baum in Gemeinden gepflanzt, die Jubiläen feiern. In diesem Jahr sind das Bebensee und Schackendorf. Baum des Jahres 2016 ist die Winterlinde.

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