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Deutlich weniger Jungstörche

Naturschutzbund Deutlich weniger Jungstörche

2016 ist ein schlechtes Jahr für die Störche im Kreis Segeberg. Einige kamen zu spät an, um noch erfolgreich brüten zu können. Dann war es zu trocken für die Futtersuche. Im Juni wurde es so nass und kühl, dass Jungvögel an Unterkühlung starben.

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Ein frisch geschlüpftes Storchenküken sitzt im Wildpark Eekholt bei Großenaspe im Nest. Im Kreis Segeberg wurden von 61 Jungstörchen nur 49 flügge.

Quelle: DPA

Kreis Segeberg. Auch machten andere Vögel den Adebars ihre angestammten Quartiere streitig. In der Folge werden in wenigen Wochen wesentlich weniger Störche als im vergangenen Jahr zurück nach Süden fliegen.

 Diese Bilanz zieht Holger Möckelmann aus Henstedt-Ulzburg, der Storchenschutzbeauftragte beim Naturschutzbund. Er und die Horstbetreuer zählten 32 wildlebende Brutpaare, zwei weniger als 2015. Bei ihnen sind lediglich 61 (Vorjahr 79) Jungstörche geschlüpft, von denen dann 49 flügge wurden. Das sind 25 Jungtiere weniger als im Vorjahr.

 Angesiedelt haben sich die Paare in folgenden Orten: Alveslohe (mit 3 Jungstörchen), Armstedt (1), Bark (3), Bimöhlen (1), Blunk (2), Damsdorf (1), Föhrden-Barl (1), Fredesdorf (2), Hagen (1), Itzstedt (1), Kayhude (1), Kisdorferwohld (1), Mözen (3), Naherfurth (2), Schmalfeld (3), Seth (2), Seedorf (1), Struvenhütten (3), Sülfeld (2), Tensfeld (4), Voßhöhlen (2), Wakendorf II (2) und Weddelbrook (3).

 Bruterfolg gleich null hieß es hingegen in Bebensee, Geschendorf, Groß Kummerfeld, Hüttblek, Kükels, Lentföhrden und Mielsdorf. Das ist laut Möckelmann unter anderem auf die späte Ankunft der auf der Ostroute ziehenden Störche aus ihrem Winterquartier zurückzuführen. „Als weiterer Grund für den schlechten Bruterfolg in diesem Jahr kann Nahrungsmangel in Frage kommen, denn in Armstedt, Bark, Damsdorf, Fredesdorf, Itzstedt, Seth und Struvenhütten-Deich haben die Altstörche Eier und insgesamt acht Jungstörche aus dem Horst geworfen“, hat Möckelmann beobachtet. Sein Kollege in Fahrenkrug hat gesehen, dass Kolkraben einen Storch nicht in den Horst lassen wollten. In Hartenholm und Bebensee haben Nilgänse auf dem Horst gebrütet. In Kükels wurde zwar das Gelege der Nilgänse entfernt, doch zu spät für das Storchenpaar. Allerdings zerstörten auch Störche die Nester ihrer Artgenossen.

 Doch es gibt auch gute Nachrichten. Gleich vier Jungstörche brüteten die Paare in Tensfeld und Todesfelde aus, jeweils drei waren es in Alveslohe, Bark, Mözen, Schmalfeld und Weddelbrook. Hinzu kommen noch die gefütterten Brutpaare, das sind 42 in Hitzhusen und im Wildpark Eekholt. Sie zogen 67 Jungtiere groß.

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