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Riesenspaß für das Publikum

Negernbötel-Hamdorf Riesenspaß für das Publikum

Ein Riesenspaß war die Premiere der Hambötler Speeldeel in Hamdorf. Vor allem die Damen im Publikum hatten ihren Spaß am Laientheater. Lachend, juchzend und klatschend verfolgten sie das, was da unter dem Titel „De neegste Daam, desülve Herr“ auf der Bühne vor sich ging. Die Gruppe geht jetzt auf Tournee.

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Während der leicht bekleidete Helmfried (Joachim Rathje) versucht, seiner Mutter (Brigitte Schwenck) zu erklären, was er mit dem Schrubber macht, ist Nachbar HieronymusTimmermann ganz begeistert von den Kurven von Besucherin Charlotte (Elke Schütt).

Quelle: Detlef Dreessen

Negernbötel. „Unsere Frauen sind sehr dominant“, brachte Andreas Schramm das Ungleichgewicht auf den Punkt. In seiner Rolle als lebensfroher Friedhelm Kluck schien das zuerst ganz anders zu sein, und nur sein Bruder Helmfried Kluck (Joachim Rathje) schien als Muttersöhnchen par excellence am Rockzipfel zu hängen. Doch dann packten die Schauspielerinnen aus.

 Brigitte Schwenck als Mutti Frieda Kluck (bei anderen Aufführungen abwechselnd mit Ute Böttcher) hat alle unter ihrer Fuchtel, Vanessa Lempfer macht den Jungs als Manuela das Leben zur Hölle, Laura Rogalla als Brigitte zeigt, dass sie mit allen Wassern gewaschen ist, und Elke Schütt verdreht den Männern den Kopf. Einzig der alte Hieronymus Timmermann (gespielt von Michael Schütt) laviert sich durch die Szenerie und hat auf seine Weise seinen Spaß.

 Dass bei der Premiere im Kreise von Freunden, Nachbarn und Fans noch eine Menge hakte, machte niemandem etwas aus. Durch den laufenden Wechsel zwischen einstudiertem Witz des Stückes aus der Feder von Rolf Sperling und unfreiwilliger Komik durch aus dem Ruder laufende Dialoge blieb der Abend trotz einer Länge von deutlich mehr als zwei Stunden inklusive Pausen kurzweilig.

 Vielleicht sorgten auch gerade die Aussetzer – Toseggersch Gaby Schenck leistete Schwerstarbeit – ebenso wie gelegentlich eingestreute Kommentare von Andreas Schramm in Richtung Publikum für eine Distanz zum Drehbuch, das mit eindeutig zweideutigen Sprüchen und Szenen manchmal hart an der Grenze liegt.

 Völlig überzeugend spielte jeder der sieben Mitwirkenden seinen Charakter. Dass alle Darsteller so gut aufeinander eingespielt sind, liege auch daran, dass alle miteinander verwandt oder befreundet sind, berichteten sie – und dass seit dem Sommer fleißig geprobt wird.

 „Nach der letzten Aufführung können wir uns dann erst einmal nicht mehr sehen“, bekannte Andreas Schramm aus den Erfahrungen der Vorjahre. Drei Wochen Abstand müssten dann erst einmal sein. Aber dann – und so ist es seit 41 Jahren – lockt wieder der Ruf auf die Bretter, die eine ganz andere Welt bedeuten. „Dann machen wir uns wieder auf die Suche nach einem neuen Stück, und im Sommer beginnen wieder die Proben für die nächste Spielzeit.“

Vom 18. bis 20. November und vom 21. bis 22. Januar spielt die Hambötler Speeldeel ihr Stück in Blunk in der Gaststätte Alter Bahnhof. Außerdem kommt die Speeldeel im Februar nach Garbek (11.), Daldorf (18.), und Wittenborn (25.) sowie im März nach Glasau (4.), Bornhöved (11.) und Negernbötel (18. und 19. März).

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