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Netto baut - und schweigt

Henstedt-Ulzburg Netto baut - und schweigt

Während das Unternehmen Rewe offen mit seinen Plänen für die Ansiedlung im Gewerbegebiet Große Heidekoppel in Henstedt-Ulzburg umgeht, hält sich Netto Marken-Discount in dieser Hinsicht sehr zurück. Das neue Logistikzentrum auf 13 Hektar soll 2019 den Betrieb aufnehmen.

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Netto Marken-Discount baut derzeit im Gewerbegebiet Große Heidekoppel ein Logistikzentrum.

Quelle: Nicole Scholmann

Henstedt-Ulzburg. „Der Standort ist dabei aufgrund seiner Lage und Verkehrsanbindung attraktiv für uns“, teilte Stefanie Adler, Unternehmenskommunikation Netto Marken-Discount, mit. Weitere Details zu strategischen Standortentscheidungen sowie Investitionssummen könne das Unternehmen „aus Wettbewerbsgründen leider grundsätzlich nicht kommunizieren“. Rewe hingegen hat angekündigt, in dem Bau von Verwaltungs- und Logistikzentrale mit Schulungsmöglichkeit 100 Millionen Euro zu investieren.

„In Abhängigkeit vom konkreten Baufortschritt wird das neue Netto-Logistikzentrum in Henstedt-Ulzburg seinen Betrieb voraussichtlich im Jahr 2019 aufnehmen“, erklärte Adler. Am Standort Henstedt-Ulzburg werden rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sein. Entsprechend der großen Sortimentsvielfalt mit rund 4000 verschiedenen Artikeln werden - so die Netto-Sprecherin - in dem neuen Logistikzentrum in Henstedt-Ulzburg zahlreiche Produkte aus den verschiedensten Warenbereichen des Sortiments gelagert. Dazu gehören unter anderem Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fleisch- und Wurstwaren, Getränke sowie Non-Food-Artikel. Das Lager soll 38.000 Quadratmeter groß werden und etwa 100 Rampen zum Be- und Entladen von Lastwagen haben.

„Konkrete Angaben zu Prozess- oder Arbeitsabläufen am neuen Standort wie beispielsweise Fahrzeugaufkommen, Fahrtwege oder konkreter Warenumschlag können wir sowohl aus Wettbewerbs- als auch aus Gründen des Planungsstandes derzeit nicht machen“, heißt es aus dem Unternehmen. Rewe prognostiziert am Tag 888 Lkw-Fahrten, die größenteils über die Autobahn abgefertigt werden. Die Durchfahrt durch Henstedt-Ulzburg wird im städtebaulichen Vertrag, der derzeit ausgehandelt wird, nicht gestattet. Lediglich die beiden Rewe-Märkte in Ulzburg und auf dem Rhen werden angefahren. Bei Stau auf der Autobahn 7 dürfen die Rewe-Brummis durch die Gemeinde fahren.

Mit dem Unternehmen Netto gibt es keinen städtebaulichen Vertrag, in denen bestimmte Aspekte geregelt sind. Vor sechs Jahren hatte die Mehrheit der Gemeindevertretung den Netto-Plänen zugestimmt und dass Okay für den Verkauf der Flächen gegeben. Der Grund, auf dem Netto baut, gehörte der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Der Bauvertrag mit Schallschutzgutachten war wie üblich nicht veröffentlicht worden, heißt es aus dem Rathaus. Damals habe es keine Diskussion in der Kommunalpolitik gegeben.

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