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Viel erreicht - und noch mehr vor

Netzwerk Inklusion Viel erreicht - und noch mehr vor

Mehr als die Hälfte der Schleswig-Holsteiner über 55 Jahre weist ein Handicap auf. Für Teilhabe aller Behinderten an der Gesellschaft setzt sich das Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg ein. Nach einer dreijährigen Projektphase sollen sich die Maschen und Knoten jetzt zu einem festen Gebilde verbinden.

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Von der erfolgreichen Arbeit des Netzwerkes Inklusion Kreis Segeberg überzeugte sich Bundestagsabgeordneter Franz Thönnes (SPD, von links) bei Sylvia Johannsen und Dr. Wolfgang Arnhold von der Lebenshilfe.

Quelle: Patricia König

Kreis Segeberg. „Wir haben schon viel erreicht, aber wir haben noch einiges vor“, versichern Sylvia Johannsen und Dr. Wolfgang Arnhold von der Lebenshilfe, dem Träger des Netzwerkes Inklusion. Das Inklusionsprojekt und die Förderung durch die „Aktion Mensch“ läuft nach drei Jahren am 6. März aus.

 Doch alle 14 teilnehmenden Vereine, Verbände, Städte und Gemeinden haben bereits signalisiert, dass sie auf jeden Fall weitermachen wollen mit der Arbeit. „Die Rückmeldung aller Beteiligten war so positiv, das freut mich sehr“, erklärte Koordinator Arnhold nach einer gemeinsamen Sitzung in der Jugendakademie in Bad Segeberg.

 In einer Broschüre blicken die Netzwerker auf ihre Arbeit und Erfolge für die Inklusion behinderter Menschen in der Gesellschaft zurück. Zu den anfänglich sechs Gründungspartnern – Lebenshilfe Bad Segeberg, Kreis Segeberg (Eingliederungshilfe), evangelische Freikirche Bad Segeberg, Jugendakademie Segeberg, Gemeinde Klein Gladebrügge und Stadt Bad Segeberg – kamen im Laufe der Zeit acht weitere hinzu. Heute gehören auch der Wege-Zweckverband, die Städte Wahlstedt und Bad Bramstedt, die Bauaufsicht des Kreises Segeberg, der Integrationsfachdienst Segeberg-Stormarn, die Wirtschaftsjunioren Segeberg, die Gemeinde Trappenkamp und die Aktiv-Region Holsteins Nerz zum Netzwerk.

 „Wir hatten kurzfristig sogar 18 Partner“, erklärt Sylvia Johannsen. Vier davon seien wieder abgesprungen. Sie sprach von 14 verlässlichen und aktiven Mitstreitern, die sich effektiv um bestimmte Aspekte der Inklusion kümmern. Den Erfolg zeigen nicht nur drei Teilhabe-Konferenzen und die Premiere der Freizeitmesse in Bad Segeberg am vorigen Wochenende.

 „Nach einer langen Zeit der Exklusion von 50 bis 60 Jahren dauert es eben, bis nach der Integration auch die Inklusion, also die gemeinsame und gleichwertige Existenz von Menschen mit und ohne Behinderung, vollständig umgesetzt werden kann“, ist sich Johannsen sicher. Dazu gab es Arbeitstreffen, Workshops, Qualifikationsangebote für Gruppenleiter von Jugendfreizeiten, Übungsleiter von Sportvereinen, Beratungen von Schülern mit Behinderung und viel Öffentlichkeitsarbeit.

 Die Ziele und deren Umsetzung hat das Netzwerk Inklusion in dem „Aktionsplan Inklusion Kreis Segeberg“ zusammengefasst, der in der nächsten Sitzung des Kreistages am Donnerstag, 10. März, verabschiedet werden soll. Doch damit es so effektiv weitergehen kann, muss sich das Netzwerk auf die Suche nach einer Anschlussfinanzierung machen. „Wir werden Fördergelder und -mittel beantragen bei der Aktion Mensch, bei Banken, Sparkassen und der Aktivregion Holsteins Herz“, kündigt Dr. Wolfgang Arnhold an. Dazu gehöre auch, dass die Netzwerkpartner ihre Reisen samt Verpflegung selbst finanzieren. Er selbst werde notfalls das Amt als Koordinator auch ehrenamtlich fortführen.

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