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Neubau für 40 Asylbewerber

Nahe Neubau für 40 Asylbewerber

In vielen Orten fehlt es an Unterkünften für Asylbewerber. So auch im Amt Itzstedt. Deswegen wird nun in Nahe eine neue Flüchtlingsunterkunft gebaut.

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Nahes Bürgermeister Holger Fischer zeigt die Fläche, auf der die neue Flüchtlingsunterkunft gebaut werden soll. Das rund 3500 Quadratmeter große Areal befindet sich hinter dem Wasserwerk an der Segeberger Straße.

Nahe. Die Entscheidung zum Neubau trafen die Mitglieder des Amtsausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung. Errichtet werden soll das Gebäude auf einem rund 3500 Quadratmeter großen Areal hinter dem Wasserwerk neben dem Lidl-Parkplatz an der Segeberger Straße. Entstehen sollen zwei zweigeschossige Wohnhäuser sowie ein eingeschossiger Bau mit Gemeinschaftsräumen und Abstellplätzen für Fahrräder.

 „In den sieben Dörfern des Amtes Itzstedt leben zurzeit 97 Flüchtlinge aus zehn Nationen. Bis Jahresende rechnen wir mit einem Anstieg auf 151 Personen. Dafür reichen die Kapazitäten an Wohnraum nicht aus“, erklärte der Leiter des Ordnungsamtes, Torge Sommerkorn, der auch für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge in den Dörfern des Amtes zuständig ist.

 Die Entscheidung für den Neubau am Standort Nahe fiel vor allem wegen der guten Versorgungslage. Es gibt dort mehrere Supermärkte und Arztpraxen, eine Apotheke, gute Anbindungen in die Nachbarorte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, eine Schule und einen Kindergarten sowie ein hoch motiviertes, ehrenamtliches Helfer-Team im Ort. Die Freiwilligen wollen sich auch um die Betreuung der Neuankömmlinge kümmern.

 Besonders erfreut ist Sommerkorn über das positive Echo der Naher Bürger. Rund 100 waren bei der jüngsten Einwohnerversammlung anwesend, wo sie von den Neubauplänen erfuhren. „Es gab zahlreiche Anregungen, die wir in die Planungen für den Neubau mit einfließen lassen wollen, zum Beispiel Vorschläge für die Raumaufteilungen in den Wohngebäuden“, sagte Sommerkorn.

 Beide Häuser werden jeweils etwa 640 Quadratmeter Nutzfläche haben und jeweils Platz für 20 Menschen bieten, vorzugsweise für Familien mit Kindern. Die Baukosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro werden von den Kommunen aufgebracht und über die Amtsumlage abgerechnet. Zudem gibt es vom Kreis einen monatlichen Mietzuschuss, abhängig von der Größe des Wohnraums. Für eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind gibt es beispielsweise 488 Euro Mietzuschuss. Außerdem steht jedem Flüchtling eine Grundsicherung zum Bestreiten des Lebensunterhalts zur Verfügung.

 Wenn alles klappt, kann bereits in wenigen Wochen mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung der neuen Flüchtlingsunterkunft ist bis Sommer 2016 geplant. Bis dahin ist die Amtsverwaltung auf permanenter Suche nach freiem Wohnraum für die noch zu erwartenden Neuankömmlinge aus Krisenregionen.

 Nahes Bürgermeister Holger Fischer ist es wichtig, die Bürger seiner Gemeinde gleich von Anfang an in die Planungen einzubeziehen. „Deswegen haben wir dieses Thema auch auf der Einwohnerversammlung angesprochen“, sagte Fischer. Zufrieden ist er mit der Entscheidung des Amtsausschusses, ein massives Gebäude in sogenannter Holzständerbauweise errichten zu lassen. Die anfangs angedachte Lösung, die Flüchtlinge in Containern unterzubringen, war schnell vom Tisch. „Die Container hätten ebenso viel gekostet wie der Neubau. Außerdem bietet ein festes Gebäude erheblich mehr Wohnkomfort“, sagte Bürgermeister Fischer.

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