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Mehr Platz für die Schüler

Neue Anbauten Mehr Platz für die Schüler

Zwei Bad Segeberger Schulen werden durch Anbauten erheblich gestärkt. Dafür nehmen Stadt und Schulverband viel Geld in die Hand: Fast 3,5 Millionen Euro werden an der Theodor-Storm-Schule und der Gemeinschaftsschule am Seminarweg verbaut. In beiden Fällen hatte es zuvor Diskussionen gegeben.

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An der Gemeinschaftsschule am Seminarweg soll der Anbau bis Jahresende fertig sein – wenn alles gut geht.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Besonders heftig war die Debatte um die Theodor-Storm-Schule. Hier hatte es gleich sechs Ausbauvarianten gegeben. Streitpunkt war, ob die von der Stadt favorisierte große Lösung mit 604 Quadratmetern kommen sollte oder eine abgespeckte Variante mit 393 Quadratmetern, die von den 23 Dorfgemeinden des Schulverbandes befürwortet wurde.

 Am Ende setzte sich die städtische Variante durch – vor allem, weil Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld einen großen Teil seiner ehrenamtlichen Kollegen mit diplomatischem Geschick von dem 1,9-Millionen-Euro-Projekt überzeugen konnte. Rektorin Christiane Wolf und ihr Team waren nach der Entscheidung regelrecht aus dem Häuschen. Die kleine Grundschule kann nun zweieinhalbzügig werden, also je nach Bedarf zwei oder drei 1. Klassen einrichten.

 Zu diesem Zweck wurde im vergangenen Jahr die alte Hausmeisterwohnung abgerissen, die einem Wasserschaden zum Opfer gefallen war. An ihrer Stelle entsteht nun ein Neubau. Wie Bauamtsleiterin Antje Langethal gestern sagte, wird Platz für das sogenannte DaZ-Zentrum (Deutsch als Zweitsprache) geschaffen, außerdem ein Computer- und ein Musikraum. Zudem bekommt die Theodor-Storm-Schule die seit langem sehnlich herbei gewünschte Mensa. So müssen die Grundschüler zum Mittagessen nicht mehr in die Räume des längst geschlossenen Schwimmhallen-Imbisses in der Nachbarschaft gehen.

 Der Bau kommt nach Worten von Antje Langethal gut voran. „Zu Beginn der Sommerferien sind wir weitgehend fertig. Dann sind nur noch Restarbeiten zu erledigen.“ Sie geht davon aus, dass der Neubau mit Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb genommen werden kann.

 So weit ist man am Seminarweg noch längst nicht. An der Gemeinschaftsschule ist das Fundament für den Anbau geschüttet; derzeit laufen die Arbeiten am Erdgeschoss. Die Schule bekommt fünf neue Klassenräume, einen Fahrstuhl und ein behindertengerechtes WC. Mit dem Fahrstuhl sollen auch Rollstuhlfahrer die Fachräume im Altbau erreichen können.

 Nach Jahrzehnten wird die extreme Platznot der Schule gelindert. Seit den 1970er Jahren werden Schüler dort in maroden Containern unterrichtet. Diese Provisorien können nun bald verschwinden. „Am Freitag besprechen wir den neuen Bauzeitenplan“, kündigt Antje Langethal an. „Wir hatten einen Zeitpuffer, aber der ist aufgebraucht.“ Die Berechnung der Statik habe ungewöhnlich lange gedauert.

 Was Verzögerungen angeht, ist die Schule leidgeprüft. Ein erster Entwurf des Anbaus war bei den Kieler Denkmalschützern durchgefallen, nachdem deren Segeberger Kollegen beim Kreis schon zugestimmt hatten.

 Daraufhin mussten die Architekten alles noch einmal überplanen – mit dem Ergebnis, dass der Anbau nun nicht mehr mittig an die rückwärtige Fassade gesetzt wird, sondern an eine architektonisch weniger reizvolle Ecke des Schulgebäudes. Die Stadtvertretung musste das Thema erneut beraten, beschloss vor gut einem Jahr aber auch die leicht verteuerte Variante, die 1,55 Millionen Euro kosten soll.

 „Das Gebäude soll Ende des Jahres fertig sein“, sagt Antje Langethal. Bis dahin müssen Schüler und Lehrer an der Gemeinschaftsschule mit dem Baulärm zurechtkommen. „Natürlich ist das lästig, aber die Schule für ein Jahr zu schließen, bis wir mit dem Bauen fertig sind, geht ja auch nicht.“ Viele Schüler fänden die Idee vermutlich nicht übel.

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