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Großenasperin schlichtet Nachbarschaftsstreit

Neue Schiedsfrau gewählt Großenasperin schlichtet Nachbarschaftsstreit

Wenn Nachbarn sich streiten, Menschen einander beleidigen oder in der Ehre verletzen, wird im Amt Bad Bramstedt-Land in der Zukunft Kirsten Leidecker schlichten, bevor die Auseinandersetzungen vor einem Richter landen können.  Der Amtsausschuss wählte sie zur neuen Schiedsfrau.

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Kirsten Leidecker ist die neue Schiedsfrau im Amt Bad Bramstedt-Land.

Quelle: hfr

Bad Bramstedt. Im Mai wird Kirsten Leidicker ihr Ehrenamt für eine fünfjährige Wahlperiode antreten. Die 48-jährige Großenasperin hatte sich schon bei der Entscheidung im Personalausschuss gegen eine Mitbewerberin durchgesetzt. Der Amtsausschuss folgte einstimmig der Empfehlung. Kirsten Leidecker wird Nachfolgerin von Hans-Joachim Mohr aus Hitzhusen, der nach zwei Amtsperioden nicht wieder kandidierte. Weiterhin stellvertretender Amtsausschussvorsitzender bleibtJochen Albertsen aus Bimöhlen. Albertsen hatte sich ausschließlich um den Posten des Stellvertreters beworben und wurde ebenfalls einstimmig vom Amtsausschuss gewählt.

Kirsten Leidecker, verheiratet und Mutter von fünf Kindern im Alter von 17 bis 28 Jahren, bringt in das Amt der Schiedsfrau Erfahrung aus ihrem Beruf mit. Die psychologische Beraterin mit eigener Praxis widmet sich unter anderem der Lösung von Konflikten in Familien und Partnerschaften. Bevor die Schiedsfrau in ihrem Amt tätig werden kann, muss ihre Wahl allerdings noch vom Amtsgericht Neumünster bestätigt werden, außerdem wird der Gerichtspräsident sie vereidigen.

Mindestalter: 30 Jahre

Das Amt des Schiedsmannes oder der Schiedsfrau ist in Schleswig-Holstein im Landesschlichtungsgesetz und in der Schiedsordnung geregelt. Zur Wahl antreten können Männer und Frauen, die das 30. Lebensjahr vollendet haben, Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und Bereitschaft zum Gespräch besitzen und in einer Gemeinde im Schiedsamtsbezirk wohnen.

Zuständig sind die Schiedsleute für bestimmte zivil- und strafrechtliche Angelegenheiten. So ist unter anderem bei Ansprüchen aus dem Nachbarrecht vor dem gerichtlichen Klageweg ein Schlichtungsverfahren vorgeschrieben. Diese Vorschrift greift auch bei strafrechtlichen Vergehen wie Beleidigung und üble Nachrede. Die Schiedspersonen arbeiten ehrenamtlich, für ihren Einsatz erheben sie in der Regel eine Gebühr von 20 Euro, bei Vergleich von weiteren 20 Euro. Hinzu kommen Kosten für den Aufwand wie zum Beispiel Porto.

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Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

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