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Neue Soko geht gegen Einbrecher vor

Polizeidirektion Segeberg Neue Soko geht gegen Einbrecher vor

Die Zahl der Einbrüche sinkt – ist aber nach wie vor hoch: Jede zehnte Tat im Land ereignete sich im Jahr 2016 im Kreis Segeberg. Die Polizei geht nun in die Offensive und gründet eine neue Sonderkommission (Soko).

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Mit diesem Schraubendreher Marke „Meister“ hat ein Unbekannter versucht einzubrechen - beim Polizisten Jörg Mangelmann. Heute arbeitet er im Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg und versucht andere vor Einbrüchen zu schützen.

Quelle: Büh, Florian (www.RTVP.de)

Kreis Segeberg. „Wir als Polizei können gar nicht genug machen, um das zu bekämpfen. Jeder Einbruch ist einer zu viel. Die psychischen Belastungen sind oft weit schlimmer als die finanziellen“, sagte Jan-Hendrik Lewering, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg. Er stellte am Donnerstag das neue Konzept vor. Demnach sind seit Anfang Oktober rund 50 Beamte in der "Soko Wohnung" ausschließlich damit beschäftigt, Täter zu fassen und Delikte aufzuklären.

Dazu gehören nicht nur schon begangene Verbrechen, sondern auch Versuche. Die Zahl der Einbrüche und Einbruchsversuche waren in Segeberg, nach Pinneberg, 2016 am höchsten in ganz Schleswig-Holstein. „Auch wenn die Zahlen im laufenden Jahr um etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, bleiben etwa 1200 Taten in den Kreisen Segeberg und Pinneberg. Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Lewering, „und die Saison der Einbrecher beginnt erst.“ 2016 wurden im Kreis Segeberg 779 Einbrüche oder Einbruchsversuche registriert. Bei fast der Hälfte erlangten die Täter keinen Zutritt zu den Objekten. Landesweit wurden 7711 entsprechende Anzeigen erstattet. Etwa zehn Prozent aller Einbrüche im Land werden also im Kreis Segeberg verzeichnet, weitere 13 Prozent im Kreis Pinneberg.

Der Polizei im Kreis Segeberg geht es nun darum, mit einem Drei-Säulen-Modell die Täter zu verdrängen oder bestenfalls dingfest zu machen. Erstens: Bildung einer Sonderkommission für erst einmal sechs Monate zur Bündelung aller Fälle. Zweitens: Schwerpunktkontrollen, um potenzielle Täter zu finden. Drittens: verstärkte Vorbeugung und Aufklärung, auch mit Informationsständen.

Von Florian Büh

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