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Bau der Windräder beginnt

Neuengörs Bau der Windräder beginnt

Nach fast vier Jahren der Planung und Diskussion, die zeitweise die Gemeinde Neuengörs in zwei Lager spaltete, rollen nun am Dienstag nach Pfingsten die Bagger an. Dann wird damit begonnen, die Zuwegung für die fünf 150 Meter hohen Windräder zu bauen.

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Seit 40 Jahren drehen sich schon sechs 100 Meter hohe Windkraftanlagen auf Neuengörser Gemeindegebiet. Bald werden fünf weitere 150 Meter hohe und eine Mühle auf Weeder Gebiet dazukommen.

Quelle: Patricia König

Neuengörs. Ein weiteres Windrad des Parks entsteht auf Weeder Gebiet. „Dafür werden wir 40000 Tonnen Material bewegen“, erklärte Bauleiter Burkhard Hanisch auf einer Informationsveranstaltung. Dazu hatten die Bauherren, Windprojekt NW und Bürgerwind NW, eingeladen. Gesellschafter Volker Schuldt begrüßterund 20 Interessierte, darunter einige der insgesamt 12 Landwirte und 90 Bürger, die als Investoren oder Landeigentümer an der GmbH und an der Bürgerwind NW beteiligt sind. Die Investoren aus acht Dörfern haben zusammen 4 Millionen Euro in den Windpark gesteckt.

 Bis sich die sechs Windkraftanlagen voraussichtlich im Februar 2017 drehen und Geld für Strom einbringen, haben vor allem rund 200 Haushalte in Neuengörs, Weede und Söhren einiges auszuhalten. „Die größten Beeinträchtigungen haben wir von Mai bis September zu erwarten“, fasste Bürgermeister Thies Ehlers zusammen. Der rund zweimonatige Bau der Zuwegung bedeutet für die Anlieger 40 Touren mit vorbeifahrenden Lkw. Der Großteil des Materials wird über die Abfahrt Geschendorf der A 20 über Söhren und Weede angeliefert. Mit viel Protest oder Ärger ist wohl nicht zu rechnen, immerhin sind Landwirte am Windpark beteiligt. „Ich bin froh, dass es endlich los geht“, erklärte Hartmut Schoer. Der 73-jährige Landwirt aus Sören ist einer der Investoren. Als kleinen Trost hat man sich ein „Lärmschutzpflaster“ ausgedacht: eine Tüte mit Ohrstöpseln, Mini-Pralinen und Bühnsdorfer Mettwurst für alle Betroffenen.

 Die Fußsegmente für die 3-Megawatt-Anlagen haben einen Durchmesser von fünf Metern und werden über Mönkhagen und die alte B 206 angefahren. Der Bau des Umspannwerkes an der B 206 in Richtung Strukdorf und die Trassenverlegung würden dagegen relativ unspektakulär verlaufen.

 Vorraussichtlich ab Oktober rollen die über 60 Meter langen Flügel, die Bauteile für den Mast und das Materialhaus an. Die Sondertransporte dürfen nur nachts fahren. Der Rotor mit drei Flügeln wird am Boden zusammengebaut, dann hebt ein Schwerlastkran das 60-Tonnen-Konstrukt auf den Mast. Die Gondel und das Maschinenhaus wiegen zusammen 120 Tonnen, sie werden stückweise in luftiger Höhe von rund 95 Metern montiert. Der Aufbau der Mühle dauere drei bis sechs Tage, erklärte Lars Kaune von der Firma Senvion. „Vielleicht können wir das Einweihungsfest schon zur Rapsblüte feiern“, sagte Schuldt.

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