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Protest der DRK-Mitarbeiter

Neuer Rettungsdienst für Segeberg Protest der DRK-Mitarbeiter

Die 140 Mitarbeiter des Rettungsdienstes beim Deutschen Roten Kreuz machen mobil. Sie appellieren an den Kreistag, den Rettungsdienst nicht wie geplant ab 2019 dem DRK zu entziehen und der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein gGmbH (RKiSH) zu übertragen. Auch aus der Lokalpolitik gibt es Unterstützung.

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Kreis-Entscheidung:Das DRK soll den Rettungsdienst ab 2019 verlieren.

Quelle: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg.. Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause (CDU) wirft dem Kreis vor, unfair zu handeln. Wenn der Kreis schon eine neue Lösung suche, sollte die Dienstleistung wenigstens ausgeschrieben werden. So hätte das DRK zumindest eine Chance, ein Angebot abzugeben. Und es gäbe möglicherweise bessere Optionen als die RKiSH. Solch ein Verfahren sei bei öffentlichen Arbeiten eigentlich üblich, kritisiert Krause. Ebenso die Weigerung des Kreises, nicht daran interessiert zu sein, mit dem Vertragspartner DRK eine rechtssichere Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit zu suchen.

 Auch die DRK-Mitarbeiter kritisieren in einem offenen Brief die Kreistagsabgeordneten. Bislang habe keiner mit den DRK-Betroffenen das Gespräch gesucht. Deshalb wurden die Kreispolitiker von den Mitarbeitern zu einem Dialog am Montag, 5. Dezember, ab 16.30 Uhr in der Rettungswache Bad Segeberg (Kurhausstraße 57) eingeladen. Die Rettungsdienstler treibt die „Sorge, dass Ihnen der Blick für die Details fehlt.“ Etwa, dass die Beschäftigten an der Arbeit im DRK hängen, Haupt- und Ehrenamt dort eng verflochten seien und eine gute Arbeit geleistet werde. Und der neue RKiSH-Haustarif biete schlechtere Bedingungen für die Arbeitnehmer als das DRK, fürchten sie. Außerdem ermögliche es die Rechtslage durchaus, dem DRK den Auftrag weiter zu erteilen. Aachen etwa nutze die „Bereichsausnahme“, um den Rettungsdienst an die Hilfsorganisationen zu vergeben. In Segeberg gehe dies angeblich nicht. „Wieso?“, fragen die DRK-Rettungsdienstbeschäftigten.

 Am Donnerstag, 8. Dezember, entscheidet der Kreistag – wegen langen Kündigungsvorlaufs zwei Jahre vor einem Wechsel. Bislang will nur der Großteil der CDU-Fraktion am DRK festhalten, die Mehrheit mit den anderen Fraktionen zur RKiSH wechseln. Sie erhoffen sich mehr Rechtssicherheit, mehr Verhandlungsmacht gegenüber den zahlenden Krankenkassen, professionellere und wirtschaftlichere Arbeit sowie eine „höhere Qualität in der Leistungserbringung“.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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