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Neues Werk: Wasserpreis steigt

Großenaspe Neues Werk: Wasserpreis steigt

Die Gemeinde investiert rund 875000 Euro in ein neues Wasserwerk und die Modernisierung des alten. Dadurch wird der Wasserpreis um 14 Cent pro Kubikmeter steigen, kalkuliert Bernd Konrad, Vorsitzender des örtlichen Planungs- und Maßnahmenausschusses. In dieser Woche begann der Bau.

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An das alte Wasserwerk am Scheeperredder wird angebaut, um hier die neue Technik unterzubringen.

Quelle: Jann Roolfs

Großenaspe. Bisher zahlen die Großenasper mit rund 75 Cent pro Kubikmeter Frischwasser – plus 2 Euro Grundgebühr pro Monat – den günstigsten Tarif im Amt Bad Bramstedt Land.

 Die Investition lohnt sich wegen der Versorgungssicherheit, befanden die Gemeindevertreter. Sie hatten dabei auch im Hinterkopf, dass seit dem Bau des Wasserwerks vor 37 Jahren die Einwohnerzahl Großenaspes von 2000 auf 2900 gestiegen ist; ein zusätzliches Neubaugebiet wird gerade erschlossen. In dieser Woche begann das Bauvorhaben mit dem symbolischen ersten Spatenstich, ausgeführt von Bernd Konrad, Großenaspes Bürgermeister Torsten Klinger und Amts-Ingenieurin Bianca Gerlach.

 Den Anlass für die teure Entscheidung bot das vergangene Jahr: Damals trat der „worst case“ ein, der schlimmste Fall: Eine der beiden Pumpen im Großenasper Wasserwerk war ausgebaut, da fiel die verbliebene aus, und die Wasserhähne im Dorf blieben trocken. Nachts um ein Uhr wurde Bernd Konrad zum Wasserwerk gerufen, Feuerwehr und ein Elektriker kamen, aber erst morgens gegen 9 Uhr lief die Pumpe wieder. Warum sie ausgefallen war, weiß Konrad bis heute nicht.

 Die beiden alten Pumpen bleiben im Wasserwerk, solange ihr Betrieb noch wirtschaftlich ist. Neu wird ein Reservoir gebaut: 500 Kubikmeter Wasser sollen ausreichen, um die angeschlossenen rund 1000 Haushalte notfalls 24 Stunden lang ohne Pumpen mit Wasser zu versorgen. Das soll genügend Zeit bringen, falls Reparaturen nötig sind.

 Konrad hob beim ersten Spatenstich einen weiteren, technischen Vorteil des geplanten Reservoirs hervor: Heute springen die beiden großen Pumpen oft an, laufen kurz unter Volllast und schalten sich schnell wieder ab, wenn sie einen knapp 20 Kubikmeter großen Pufferbehälter gefüllt haben. Dieser Betrieb ist für die Geräte mit viel Verschleiß verbunden. Künftig werden sie seltener anspringen, aber dann für einige Zeit arbeiten, um das viel größere Reservoir aufzufüllen; dafür brauchen sie keine Volllast.

 Um das Wasser aus den Speicherbehältern mit dem nötigen Druck in die Wasserleitungen zu bringen, werden drei neue, kleinere Pumpen eingebaut. Mit einer intelligenten Steuerung sollen die dann verschleißarm laufen und je nach Bedarf zugeschaltet werden, erklärte Bianca Gerlach. Als Amts-Ingenieurin ist sie Vermittlerin zwischen Bauunternehmen und Gemeindevertretern.

 Bleiben werden auch die beiden gut 80 Meter tiefen Brunnen, die beim Bau des Wasserwerks 1979 gebohrt wurden. Die Grundwasserentnahme erfolgt zwar in der Nachbarschaft einer ehemaligen Deponie, aber darin sieht Konrad kein Problem: „Das Wasser fließt von Neumünster in Richtung Bimöhlen“, die Deponie liegt also hinter den Brunnen.

 Das alte Wasserwerk am Scheeperredder soll bis zum Jahresende einen Anbau für die neue Technik bekommen. 2017 soll dann die Technik eingebaut werden, anschließend wird das alte Gebäude modernisiert: Fassade und Fußböden werden erneuert. Ende des kommenden Jahres soll das Wasserwerk jährlich rund 113000 Kubikmeter Trinkwasser aus dem Boden in die Großenasper Wasserleitungen schaffen.

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